Industriemuseum sucht Zusammenarbeit mit anderen Museen
Das Industriemuseum Breitenbach möchte mehr Beachtung finden. Mit verstärkter Werbung und mehr Anlässen soll dies gelingen.

Breitenbach
«Unser Museum ist kein ‹Archiv der Asche›, sondern ein Ort, an dem die Werte von Fleiss, Erfindergeist und Zusammenarbeit lebendig bleiben», meinte Willi Spaar an der GV des Industriemuseums Breitenbach von letzter Woche. Während eines Übergangsjahres hatte er zusammen mit Maria Cajochen das Präsidium geführt. Nun übernimmt er den Posten alleine. Cajochen, die vermehrt Zeit für ihre Galerie in Basel braucht, wurde für ihre Präsidialarbeit in den letzten sieben Jahren mit einem Blumenstrauss und dem Applaus der 30 Anwesenden bedankt. Sie wird als Vorstandsmitglied dem Verein treu bleiben.
Neu in den zehnköpfigen Vorstand gewählt wurde Petra Dürr. Zum Ehrenmitglied erkoren wurde Werner Kohler. Er sei der Mann der ersten Stunde des Museums gewesen und habe beim Aufbau des Museums viel geholfen, lobte Cajochen den Sammler. Kohler meinte dazu, er habe noch einige Sammelobjekte der Isola und rund 300 Uhren der Brac AG zu Hause.
Das Museum widmet sich der geschichtlichen Entwicklung von Breitenbach in den Bereichen Industrie und Gewerbe. So sind im Rundbau der Primarschule in der Dauerausstellung zahlreiche Objekte der Bandfabrik Breitenbach AG, der Brac AG und der Schweizerischen Isola-Werke (heute Von Roll) präsentiert. Bereits plant der Verein, im Jahr 2028 das 125-Jahr-Jubiläum der Isola und im darauffolgenden Jahr das ebenfalls 125-Jahr-Jubiläum der Brac AG mit einer Sonderausstellung zu würdigen. Im Moment läuft die Sonderausstellung «Breitenbach — im Auge der Fotografie». Über die nächste Sonderausstellung im Herbst möchte Spaar noch nichts verraten. Die Ausstellungen seien aber der Grund, weshalb am Mitgliederbeitrag von 30 Franken — der Verein zählt rund 100 Mitglieder — und der Suche nach weiteren Sponsoren festgehalten werde, obwohl das Vereinsvermögen gegen 40000 Franken beträgt. «Die Ausstellungen kosten Geld. So hat zum Beispiel der für die aktuelle Ausstellung produzierte Film ‹Breitenbach 1900–1950. Eine Zeitreise› 12000 Franken gekostet», erklärt der Präsident. Ihm ist es wichtig, vermehrt in Ausstellungen sowie in die Werbung zu investieren. Das Industriemuseum Breitenbach soll bekannter werden.
Platz auf dem Isola-Areal
Unterstützung erhält der Verein dabei auch vom Gemeindepräsidenten Christian Thalmann. Ihm schwebt vor, dass auf dem ehemaligen Isola-Areal, das von einem Investor überbaut werden wird und noch in der Projektierungsphase steckt, auch das Museum einen würdigen Platz erhalten soll. «Ich kann nichts versprechen, setze mich aber als ehemaliger Isolaner und als Bändeliperson dafür ein.»
Interkantonaler Anlass in Planung
Der Verein möchte die Zusammenarbeit mit den Museen Laufental und Nunningen aktivieren. Eine noch stärkere Zusammenarbeit ist zum Jubiläum 150 Jahre Jurabahn im Jahr 2027 mit dem Musée Jurassien d’Art et d’Histoire, dem Museum Laufental, dem Hafenmuseum Basel sowie der FHNW, HE-Arc geplant. Die Ausstellung soll auf dem alten Werkhof in Laufen gezeigt werden, im Weiteren sind Theateraufführungen in Porrentruy und Dornach geplant. Der interkantonale Anlass der Kantone Basel-Landschaft, Jura, Basel-Stadt, Solothurn und Bern hat ein Ausgabenbudget von 1,4 Mio. Franken.