Ideen für die Parzelle Bonerhaus
Die Vebo hat für ihre Neubaupläne in Breitenbach eine Alternative zur Parzelle neben dem Tennisplatz gefunden. Möglicherweise ergeben sich Synergien für die Gemeinde, die mittelfristig neue Räumlichkeiten für den Werkhof und die Feuerwehr benötigt.

«Noch handelt es sich nicht um ein Projekt, sondern lediglich um eine Machbarkeitsstudie», hält Breitenbachs Statthalter David Häner fest. Es wurde abgeklärt, ob sich die Parzelle, die heute teilweise mit dem Bonerhaus bebaut ist, für einen Neubau eignen würde, der sowohl die Ansprüche der Vebo als auch der Gemeinde erfüllen könnte. «Die Resultate liegen vor und zeigen, dass ein mehrgeschossiger Neubau möglich wäre, in welchem die Vebo ihre Produktion, ihr Lager und ein modernes Angebot für die Mitarbeiter-Verpflegung realisieren könnte», bestätigt Daniel Dähler, Geschäftsführer der Vebo Breitenbach.
Ursprünglich wollte die Vebo von der Gemeinde das Land neben dem Tennisplatz kaufen. Der Gemeinderat hatte das Geschäft für die Gemeindeversammlung vom September 2024 traktandiert, zog es dann aber für weitere Abklärungen zurück. Die Parzelle «Bonerhaus», welche über die Laufenstrasse als auch über den Parkplatz im Grien erschlossen werden kann, ist ebenfalls im Eigentum der Gemeinde und soll gemäss Zonenplanrevision gewerblich genutzt werden. «Die Liegenschaft lässt sich derzeit nur noch als Lager nutzen», erklärt Häner.
Die heutigen Räumlichkeiten der Vebo stelle die Mitarbeitenden immer wieder vor Herausforderungen und hemme das Wachstum der Genossenschaft, erklärt Dähler. «Wir möchten grundsätzlich am Standort Grien in Breitenbach festhalten, suchen nun aber bereits seit längerer Zeit nach einer Lösung für die Betriebsoptimierung und Weiterentwicklung.» Es geht um Arbeitsplätze für 130 Mitarbeitende. Das Einzugsgebiet der Vebo erstrecke sich bis nach Basel. Die Vebo Breitenbach sei in der Region fest verankert; sie pflege eine langjährige Zusammenarbeit mit Institutionen als auch mit der Wirtschaft, die der Vebo im Bereich der Fertigung und Aufbereitung Aufträge erteilt, führt Dähler aus.
Das Feuerwehrmagazin ist auf Ende 2028 gekündigt
Die Vebo am Standort Breitenbach halten zu können, liege dem Gemeinderat am Herzen, unterstreicht Häner. Die Machbarkeitsstudie zeige, dass die Platzverhältnisse auf der Parzelle Bonerhaus eine Synergienutzung zulassen. «Die Gemeinde könnte vom Neubau der Vebo profitieren. Im Erdgeschoss würde der Platz ausreichen für die künftigen Raumbedürfnisse der Feuerwehr und für den Werkhof.» Die Gemeinde ist im heutigen Feuerwehrmagazin an der Passwangstrasse eingemietet. Die Grundeigentümerin will das Areal in ihre Isola-Überbauung miteinbeziehen und hat den Baurechtsvertrag für das Feuerwehrmagazin auf Ende 2028 gekündigt. «Deswegen sind wir auf der Suche nach einer neuen Lösung für die Feuerwehr, wir gehen von einem Bedarf für 12 Fahrzeuge aus. Zudem benötigen wir Garderoben, sanitäre Einrichtungen und ein Sitzungszimmer. Da auch beim Werkhof die heutige Situation unbefriedigend ist, strebt der Gemeinderat eine Synergienutzung an», erklärt Häner. Der Werkhof liege mitten in der Wohnzone und sei einer möglichen Erweiterung des Bushofes im Weg. Die Neugestaltung dränge sich mittel- bis langfristig auf, um den Gelenkbussen den notwendigen Radius zu gewähren. Ausserdem sollte die Haltestelle behindertengerecht gestaltet werden, ist von Bauverwalter Peter Hänggi in Erfahrung zu bringen.
Nach den Grundsatzabklärungen für die Parzelle Bonerhaus wolle man noch einige offene Fragen beantworten sowie die Diskussion mit den Direktbetroffenen führen. Der Gemeinderat gab grünes Licht für die Erarbeitung eines Vorprojektes. Sobald dieses vorliege, würden die Vebo und der Gemeinderat eine Lagebeurteilung vornehmen und das weitere Vorgehen festlegen, führt Häner aus und betont: «Das letzte Wort hat natürlich das Volk.»