Herbstmarkt blüht auf
Wie seit 1987 fahren immer am Samstag vor Bettag Marktfahrende von nah und fern im Nunninger Dorfzentrum auf. So auch am vergangenen Samstag. «Dr Herbscht-märt Nunnige» lebt und zieht die Bevölkerung aus der gesamten Region in Massen an.
Nunningen
Die Nunninger Marktkommission gibt es nicht mehr. Für die Organisation sprang die Kulturkommission ein. Präsident Ralf Klötzli-Häner freute sich, morgens um 9 Uhr die vielen Standbetreiber und Mitwirkenden an diesem spätsommerlichen Samstag zum traditionellen «Herbscht-märt Nunnige» zu begrüssen. «Mit Anmeldungen sah es noch bis vor Kurzem zwar nicht so gut aus», erklärte Mitorganisator Michael Wolf. Aber mit schliesslich 39 Ständen zeigten sich die beiden Organisatoren sehr zufrieden.
Erstmals war auch die Nunninger Feuerwehr mit von der Partie. Kinder konnten hier in kleinen Feuerwehrautos einen Verkehrsparcours durchfahren, während sich Erwachsene im Löschen eines virtuellen Feuers übten. Zudem gaben die Feuerwehrmänner Einblick in ihr modernes Löschfahrzeug.
Nebst einigen von weiter her kommenden Marktfahrern waren vor allem einheimische Vereine und Institutionen im Einsatz. Das Dorfmuseum beispielsweise präsentierte seine Sammlung von alten Bohrwerkzeugen und suchte den schnellsten «Holzwurm». Es galt, mit einer alten Bohrwinde einen Balken auf Zeit zu durchbohren. Auch das Wochenblatt liess sich zum Wettbewerb überreden, schwächelte aber mangels Erfahrung und erzielte nur eine mittelmässige Zeit. Das Alters- und Pflegeheim Stäglen bot allerart Handarbeiten der Bewohnerinnen und Bewohner zum Verkauf und nutzte die Gelegenheit, der Öffentlichkeit die Pläne eines geplanten Erweiterungsbaus zu präsentieren. «Bereits im nächsten Jahr soll Baubeginn sein», erklärte Dieter Stebler, Präsident des Stiftungsrates.
Traditionsgemäss luden die 13 «Stäcklibuebe» und «-Meitli» des Jahrgangs 2008 in ihrem Beizli zu Trink- und Essbarem ein. Die Jungwacht Blauring, kurz «Jubla Gilgenberg», nutzte nebst ihrer Tombola die Gelegenheit für Mitgliederwerbung. Auch der Musikverein Konkordia Nunningen leistete seinen Einsatz in der Kaffeestube sowie der Turnverein im Raclettestübli. Vor Ort war auch Walter Stebler mit seiner Familie anzutreffen. Der ehemalige Präsident der Marktkommission freute sich über die zahlreichen Besucherinnen und Besucher und kommentierte kurz und bündig: «Dr Herbsch-märt Nunnige stirbt sicher nie.»







