Finanzkader auf Firmenbesuch

Das Kader des Finanz-departements besuchte drei Firmen im Technologiecenter in Witterswil. Regierungsrat Peter Hodel lobte den Ort als Leuchtturm des Kantons.

Begrüssung: Regierungsrat Peter Hodel begrüsst beim Apéro die neuen Kadermitarbeitenden des Finanzdepartements. Im Bild Sabine Asprion aus Laufen, juristische Mitarbeiterin. Foto: Gaby Walther
Begrüssung: Regierungsrat Peter Hodel begrüsst beim Apéro die neuen Kadermitarbeitenden des Finanzdepartements. Im Bild Sabine Asprion aus Laufen, juristische Mitarbeiterin. Foto: Gaby Walther

Witterswil

Der Austausch untereinander ist wichtig. Dieser Meinung ist auch das Finanzdepartement des Kantons Solothurn. So begibt sich dessen Kaderstufe jährlich auf einen Firmenbesuch mit anschliessendem Apéro, um sich einmal im Jahr ungezwungen auszutauschen. «Der Kanton Solothurn ist weitläufig und dezentral organisiert. Die verschiedenen Ämter sehen sich nie», meinte Regierungsrat Peter Hodel. Wegen einer Parlaments- und Fraktionssitzung erreichte er den Kaderanlass des Finanzdepartements in Witterswil von letzter Woche erst zum Apéro. In seiner kurzen Rede hob er sogleich das schöne Schwarzbubenland hervor: «Der Weg lohnt sich immer und ist ein Genuss. Die Region ist wichtig für Solothurn.» So lobte er das Technologiezentrum, das er als einen der Leuchttürme im Kanton bezeichnet. Tatsächlich sind auf dem von Ueli Nussbaumer gegründeten Areal 140 Mieter mit insgesamt 400 Mitarbeitenden angesiedelt.

Barbara Suter von der Amtschreiberei Dorneck und Reinhard Studer von der Amtschreiberei Thierstein hatten den Firmenbesuch organisiert. Die rund 50 Personen hatten die Möglichkeit, die drei grössten Mieter auf dem Areal kennenzulernen.

Hochleistungskunststoff, reines Wasser und Umweltprüfung

Duresco besteht seit 2003 und produziert Epoxid-Formmassen. Diese Hochleistungskunststoffe kommen in verschiedenen Industrie- und Technikbereichen zum Einsatz. Die Herstellung läuft rund um die Uhr. Der Vorteil des Standorts Witterswil sieht CEO Hans-Fred Buchmann in den guten Bedingungen, in der Nähe zur Chemie und dem Ausweis eines Schweizer Produkts. Dies, obwohl nur zwei Prozent der Formmasse für den Schweizer Markt hergestellt werden. 39 Prozent werden nach Deutschland, 24 Prozent nach Ungarn geliefert.

Die Ecolab Ovivo, weltweite Expertin für nachhaltige Wasseraufbereitung, erstellt zurzeit einen grösseren Neubau. Die Firma liefert Anlagen, Technologien und Systeme, die reinstes Wasser erzeugen. Eine wichtige Komponente, zum Beispiel zur Herstellung von Elektrochips, wie Geschäftsführer Lothar Till erklärte. Die Firma verwendet stündlich 20000 Liter Wasser, das sie von der Gemeinde Witterswil bezieht. Das gereinigte Wasser fliesst jedoch nicht ins Abwasser, sondern in den Bach. Geprüft wird unter anderem, ob das Wasser intern anderen Firmen zur Verfügung gestellt werden kann. Beispielsweise könnte die IES AG es für ihre Fischstudie nutzen.

Die IES AG ist seit 2008 in Witterswil ansässig. Das Auftragsforschungsunternehmen führt weltweit Umweltprüfungen für agrochemische, chemische und pharmazeutische Stoffe durch. Sie erstellt wissenschaftliche Daten zu Umweltverträglichkeit, Ökotoxikologie, Umweltverhalten und analytischer Chemie. Unternehmen benötigen diese für die Zulassung ihrer Produkte.

Alle drei Firmen schätzen den Standort Witterswil sowie die Nähe zur Chemie und zu Basel. Ihre Kundschaft ist jedoch weltweit verteilt, und die Schweiz ist nur ein kleiner Abnehmer ihrer Dienstleistungen.

Zum Abschluss des informativen und geselligen Nachmittags kündigte Peter Hodel an, dass das kantonale Steueramt im nächsten Jahr für die Organisation des Ausflugs zuständig sei.