Dorfbühni Himmelried eröffnet Theatersaison

Alle zwei Jahre wartet die Dorfbühni Himmelried mit einem Theaterstück auf. Premiere ist morgen Freitag mit einem Dreiakter. Das Publikum erwartet eine Komödie, die das Zwerchfell gehörig belasten dürfte.

Der Regisseur in Nebenrolle: (v.l.) Roger Hänggi (als Blickreporter), Daniela Gabathuler (als Psychiaterin), Steven Müller (als Schlagersänger), Daniela Hänggi (als Schlager-Fan). Im Hintergrund Rahel Roth (als Künstlerin). Foto: Martin Staub
Der Regisseur in Nebenrolle: (v.l.) Roger Hänggi (als Blickreporter), Daniela Gabathuler (als Psychiaterin), Steven Müller (als Schlagersänger), Daniela Hänggi (als Schlager-Fan). Im Hintergrund Rahel Roth (als Künstlerin). Foto: Martin Staub

Mit «Nid ganz hundert», einer Komödie in drei Akten von Winnie Abel, dürften die Himmelrieder Theatermacher den Nagel des Humors auf den Kopf getroffen haben. Die Geschichte spielt in einer Irrenanstalt, wo sich die verschiedensten Charaktere mit den unterschiedlichsten Dachschäden vereinen. Da gibt es unter anderen die manisch-depressive Künstlerin Desirée Anker (Rahel Rot), die soziophobe Rosa Blume (Angelika Weber), die liebeswahnsinnige schlagerbegeisterte Marianne Hosenberg (Daniela Hänggi) sowie Hans Klotz, der zwangsneurotische Finanzbeamte (Nicolas Lutz).

Die sexsüchtige Sophia von Auerswald bringt in der turbulenten Geschichte mit dem erwarteten Besuch ihrer Mutter das ganze Haus in Aufregung — als wären die verschiedenen Wirrungen der Patienten nicht schon Stress genug. Victoria von Auerswald (Sandra Guggenbühler), der Mutter von Sophia, die einen Besuch plant, soll nämlich vorgegaukelt werden, die Klinik sei eine Villa, wo ihre ganz normale Tochter zusammen mit diversen Bediensteten wohnt. Kein leichtes Unterfangen, wie sich bald zeigen wird.

Es kommt zu Verwechslungen mit der Verkäuferin für Tupperware (Ursi Müller), die für Sophias Mutter gehalten wird. Sie ist die erste, die mit den Leuten der Klapsmühle folgenschwere Bekanntschaft macht. Für Sophia gilt es nun, das Personal, allen voran Psychiaterin Dr. Dr. Louisa Schanz (Daniela Gabathuler) sowie die Beschäftigungstherapeutin (Sandra Di Marco), auf Distanz zu halten ...

Die verrückte Geschichte nimmt mit atemberaubendem Tempo ihren Lauf. Es folgt Pointe auf Pointe. Sogar Harri Hammer (Steven Müller), der bekannte Schlagersänger, erscheint im Schlepptau von Blickreporter Fredi Blitz (Roger Hänggi), was die verrückte Stimmung buchstäblich zum Kochen bringt.

Ein aktiver Verein

Die Dorfbühni Himmelried gibt es seit 1992. Der Verein kann auf rund 20 Aufführungen zurückblicken. Roger Hänggi führt seit 2022 Regie, so auch im aktuellen Stück. «Selbstverständlich braucht es nebst den aktiven Schauspielerinnen und Schauspielern noch einige Mitwirkende hinter den Kulissen», erklärt Hänggi, der seit einigen Jahren dem Verein auch als Präsident vorsteht. Er nennt Jens Wichmann, der für die Technik verantwortlich zeichnet und auch als Regieassistent wirkt. Dank ihm — der zudem Vizepräsident des Vereins ist — sind sämtliche Schauspielerinnen und Schauspieler mit drahtlosen Mikrofonen ausgestattet. «Das war eine lohnenswerte Investition», sagt Roger Hänggi. Auch die Souffleusen Petra Lutz und als ihre Stellvertreterin Nina Borer leisten einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Theaters. Darüber hinaus sind zusätzlich noch einige Mitglieder des 30-köpfigen Vereins im Hintergrund im Einsatz. Für die Bewirtung mit Speis und Trank sorgt die Guggämusig Stritterä Wildsäu aus Grindel.

Roger Hänggi kann, wie alle Beteiligten, die Premiere von morgen Freitag kaum erwarten. Die Hauptprobe vom vergangenen Sonntag deutet auf grossen Erfolg hin.

Dorfbühni Himmelried, «Nid ganz hundert», Komödie in drei Akten von Winnie Abel. Freitag, 6.11., 20 Uhr; Samstag, 7.11., 20 Uhr; Sonntag, 8.11., 14 Uhr; Freitag, 13.11., 20 Uhr; Samstag, 14.11., 20 Uhr. Reservation unter www.vorhang-auf.ch.