Breitenbach ist finanziell gut unterwegs

Der Gemeinderat von Breitenbach verabschiedete an seiner Sitzung vom Montag die Jahresrechnung 2025 und führte eine Grundsatzdiskussion zur Frage, wie er die Verwaltung vor Überlastung bewahren kann.

Breitenbach

Die gewerbliche Zwischennutzung des Isola-Areals hinterlässt bisher finanziell keine positive Wirkung bei der Gemeinde Breitenbach. Der Gemeinderat hatte für das Jahr 2025 bei den juristischen Personen Steuereinnahmen von 800000 budgetiert, eingegangen sind 741000 Franken, Tendenz abnehmend: In der Rechnung 2024 hatte die Gemeinde bei den juristischen Personen Steuereinnahmen von 1,35 Millionen Franken verbucht. Allerdings seien einige Abklärungen durch die kantonale Steuerbehörde noch ausstehend, was zu Delkredere führte, erklärte Gemeindepräsident Christian Thalmann, der das Ressort Finanzen unter sich hat. Bei den natürlichen Personen habe sich der Trend fortgesetzt, dass die Steuereinnahmen aufgrund des Bevölkerungswachstums steigen. Der Gemeinderat hatte mit Einnahmen von 12,3 Millionen Franken gerechnet und freut sich nun über Steuern in der Höhe von 12,6 Millionen Franken. Zu einem Geldsegen sei die Gemeinde insbesondere bei den Sondersteuern gekommen. Statt der budgetierten 619000 Franken flossen über eine Million Franken auf das Konto. Auf der Ausgabenseite sei es dank Budget-Disziplin zu keinen wesentlichen Überschreitungen gekommen. Die Spezialfinanzierungen Wasser und Abwasser weisen Ertragsüberschüsse aus. Die Jahresrechnung 2025 schliesse deutlich besser ab als gedacht. Erreicht wurde ein Ertragsüberschuss von 92000 Franken, budgetiert war ein Aufwandüberschuss von knapp 300000 Franken. Breitenbach konnte — trotz reger Investitionstätigkeit — die Pro-Kopf-Verschuldung von 1616 Franken auf 1208 Franken senken, verkündete Thalmann und wies darauf hin, dass der Bezirkshauptort des Thiersteins finanziell gut unterwegs sei und im Vergleich mit anderen Gemeinden positiv auffalle. Dies beizubehalten, bleibe weiterhin die grosse Herausforderung, vor allem mit Blick auf die laufende und kommende Planung, ging aus der Ratsdiskussion hervor.

Gemeinderätin Alina Weber gab bekannt, dass die Umweltkommission eine «Legislaturplanung» erstellt habe und einige Vorhaben umsetzen möchte. Statthalter David Häner und Gemeindeverwalter Andreas Dürr gaben zu bedenken, dass Ideen, Wünsche, Forderungen und Projekte jeweils direkten Einfluss auf die Arbeitslast der Verwaltung haben. «Im Moment summieren sich die Projekte und dies führt beim Bauverwalter zu einer sehr hohen Arbeitslast», sagte Häner. Nebst der Ortsplanrevision sowie der separaten Planung für das Isola-Areal müsse sich die Bauverwaltung um die geplante Erneuerung des Clubhauses auf der Sportanlage Grien und um die Schulraumplanung kümmern. Ausserdem gebe es weitere Themen, welche die Bauverwaltung beschäftigen. So ist der Vertrag für das Feuerwehrmagazin gekündigt und die Gemeinde ist auf der Suche nach einem neuen Standort für den Werkhof, damit der Bushof (behindertengerecht) ausgebaut werden kann.

Einig war sich der Rat am Montag bei der Bitte des Verschönerungsvereins, die Jahrespauschale von 2500 Franken zu erhöhen. Der Rat bewilligte zusätzliche 1000 Franken, allerdings nicht rückwirkend, sondern aufs Budget 2027. Die bisherige Pauschale reiche nicht aus, um die Ausgaben zu decken, die dem Verein durch das Erfüllen der Gemeindeaufgaben entstehen. So führe er den Banntag durch (der nicht selten 250 Teilnehmende zählt) und sorge dort für Gratisverpflegung und für ein Unterhaltungsprogramm, zeigte Gemeinderätin Anja Studer auf. Weiter kümmere sich der Verschönerungsverein um den Blumenschmuck im Dorf und um das Schmücken der Weihnachtsbäume.