Wenn der Weihnachtsbaum in Flammen steht ...

...ist die Feuerwehr Kleinlützel bestens vorbereitet. Anlässlich der jährlichen Hauptübung demonstrierte sie der Bevölkerung eindrücklich, wie vorzugehen ist, wenn der Tannenbaum in der guten Stube Feuer fängt.

<em>Tannenbaum in Brand: </em>Die Feuerwehr Kleinlützel löscht das Feuer im improvisierten Wohnzimmer unverzüglich.Fotos: Jürg Jeanloz

<em>Tannenbaum in Brand: </em>Die Feuerwehr Kleinlützel löscht das Feuer im improvisierten Wohnzimmer unverzüglich.Fotos: Jürg Jeanloz

<em>Gaudi zum Abschluss: </em>Kommandant Toni Müller und Fourier Jörg Tschan (beide für 25Jahre geehrt) löschen ein Mini-Chalet mit einer Original-Eimerspritze.

<em>Gaudi zum Abschluss: </em>Kommandant Toni Müller und Fourier Jörg Tschan (beide für 25Jahre geehrt) löschen ein Mini-Chalet mit einer Original-Eimerspritze.

Heute haben die alten Wachskerzen vielfach ausgedient und werden durch elektrische Lämpchen ersetzt. Wer dennoch ein Stück Romantik an Weihnachten aufrechterhalten will, dem sei empfohlen, die brennenden Kerzen nicht zu nahe an der Wand und nicht unter einem Ast anzubringen. Eine feuerfeste Decke unter dem Baum sowie eine Löschdecke und ein Spritzeimer in nächster Nähe sind sicher von Vorteil. Wenn es dann doch zur Katastrophe kommt, ist die Feuerwehr sofort zu alarmieren.

Auf dem Platz vor der Kirche stellte die Feuerwehr Kleinlützel einen Löschcontainer auf, der ein kleines Wohnzimmer mit einem echten Weihnachtsbaum – natürlich ohne Kerzen und Kugeln - simulierte. Als der Tannenbaum so richtig brannte, traf der Lützler Löschzug mit Sirenengeheul ein. 30 Männer rollten sofort Schläuche aus, um von zwei Seiten den Brand anzugreifen. Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken drangen in die gute Stube und löschten den Baum samt Mobiliar in rekordverdächtiger Zeit. Zuerst züngelten Flammen aus dem Container und als die Löscharbeiten im Gang waren, drangen dicke Rauchwolke ins Freie. Eindrücklich war zu verfolgen, was ein Zimmerbrand eigentlich anrichtet.

Würdige Ehrung

Nach erfolgreichem Einsatz lobte der neue Kommandant Markus Bugolotti seine Leute. Die Arbeit sei ruhig und rasch verrichtet, das Material richtig verwendet worden. Die Kunst des Löschens sei, so wenig Wasser wie möglich einzusetzen. Feuerwehrleute und Dorfbevölkerung kamen schliesslich noch in den Genuss zweier glanzvoller Ehrungen. Kommandant Toni Müller und Fourier Jörg Tschan leisteten seit 25 Jahren Dienst in der Feuerwehr. Der neue Kommandant Markus Bugolotti verabschiedete die beiden Männer und dankte ihnen für die grosse Treue und den vorbildlichen Einsatz. Trotz würdiger Ehrung hatte sich Bugolotti dennoch einen kleinen Schabernack ausgedacht. Die beiden mussten in Vollmontur vier Kessel Wasser in der Lützel holen und den Brand eines kleinen Häuschens mit einer Eimerspritze löschen. Unter grossem Gelächter löschten die beiden wackeren Mannen den Brand souverän und wurden dabei mit viel Beifall belohnt.

Mit einem Apéro und gemütlichem Beisammensein klang der Samstagnachmittag frohgemut aus.

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