Stabwechsel bei den Freunden des Klosters
Präsident Roland Grütter und Aktuarin Gabriele Deparade traten nach fünf Aufbaujahren zurück. Der neue Präsident heisst Claudius Zumbrunn.

«Wir haben heute exakt 247 Mitglieder», beschied die abtretende Aktuarin des Vereins «Freunde der ökumenischen Gemeinschaft Beinwil», Gabriele Deparade, der 5. Generalversammlung vom vergangenen Sonntag. Der ebenfalls zurücktretende Präsident Roland Grütter bezeichnete die Aktuarin wegen ihrer aufopfernden Aufbauarbeit als «tragenden Pfeiler» des Vereins. «Mit dem verwaisten Kloster drohte 2007 der ökumenischen Gemeinschaft die Auflösung», blickte Grütter auf die Anstrengungen zurück, einen neuen Freundeskreis auf die Beine zu stellen. «Aus der Asche sollte alles besser erstehen», erklärte Grütter seine damalige Motivation, das Präsidium zu übernehmen. Dass der neue Verein als treuer Helfer der ökumenischen Gemeinschaft angedacht war, habe ihn nach anfänglichem Zögern überzeugt. «Wir haben seither in Gedanken und Gebet, aber auch mit bescheidenen Geldmitteln und praktischer Unterstützung bestenfalls mitgeholfen», blieb Grütter mit Blick auf die fünf Vereinsjahre bescheiden. Das wiederum wollte Leonardo Benvenuto vom Kloster so nicht stehen lassen: «Roland Grütter stellt sein Licht unter den Scheffel.» Die Gemeinschaft sei auf die Unterstützung des Vereins angewiesen wie ein trockener Acker auf den warmen Mairegen, meinte ein dankbarer Leonardo Benvenuto.
Laudationes und festliche Musik
Die Bitten in der Vesper, dem gemeinsamen Abendgebet, und die festliche Duette der beiden Cellistinnen Angelika Merkli und Christine Scholer passten vorzüglich zur Laudatio, die Kirchenratspräsident und Stiftungsrat Urs Saner für Gabriele Deparade und Roland Grütter hielt. Dann gingen sinnreiche Geschenke wie Kaffeetassen, Klosterwein oder Benediktiner Glöckchen unter grossem Applaus über den Tisch. Viel Beifall gab es auch für das neue Vorstandsmitglied Herbert Eggs, die ehrenamtliche, nicht dem Vorstand angehörende Kassierin Margareta Bringold und dann natürlich für den neuen Präsidenten Claudius Zumbrunn, seit einem Jahr im Vorstand des Vereins. «Das gemeinsame Leben auf christlicher Basis setzt für mich einen wichtigen Kontrapunkt zum heute überbordenden Individualismus», erklärte Zumbrunn seine Bereitschaft für das neue Amt.
Im Kloster und im Verein freute man sich herzlich über die glückliche Fügung im Vorstand, hofft aber jetzt auch noch auf eine Aktuarin und möglichst auch neue Mitglieder.


