Reparieren und Kaffeetrinken

Die Stiftung für Konsumentenschutz fördert das Projekt der «Repair Cafés» in der Schweiz. In Kleinlützel wird seit diesem Jahr ein solches «Repair Café» umgesetzt. Am vergangenen Samstag fand es zum dritten Mal statt.

Ehrenamtliches Engagement. Ein Reparateur brachte defekte Gegenstände wieder zum Laufen. Foto: Katja Schmidlin

Beim Projekt der «Repair Cafés» der Stiftung für Konsumentenschutz kann man mit einem defekten Gebrauchsgegenstand ins Café gehen und es kostenlos reparieren lassen. «Repair Cafés» sind lokal organisiert und ehrenamtlich. Von Haushaltsgeräten über Unterhaltungselektronik bis hin zu Textilien und Spielzeugen kann alles vorbeigebracht werden, um es von Reparateurinnen und Reparateuren kostenlos reparieren zu lassen. Die Wartezeit kann man bei Kaffee und Kuchen im Austausch mit anderen überbrücken. Die Stiftung für Konsumentenschutz begleitet die «Repair Cafés» als Unterstützerin und Patin des Engagements. Sie versteht das Projekt nicht nur als Ort, sondern auch als Bewegung fürs Reparieren. Sie unterstützt dadurch den Gedanken der Nachhaltigkeit in Form der Kreislaufwirtschaft.

Wichtiger sozialer Aspekt

Hinter der Organisation, Koordination und den Reparaturen steht viel Freiwilligenarbeit. In Kleinlützel haben ein paar Freiwillige die Initiative ergriffen und das Projekt des Konsumentenschutzes umgesetzt. «Wir bieten das Café vier Mal pro Jahr an. Da manchmal Ersatzteile bestellt werden müssen, um etwas reparieren zu können, gibt es unter der Woche auch die ‹Repair Bar›, wo die Reparaturen fertiggestellt werden. So müssen die Leute nicht drei Monate bis zum nächsten Café warten», erklärte Iuri Rigo, Mitinitiant des Projektes in Kleinlützel. «Bei uns gibt es verschiedene Reparatur-Stationen, zum Beispiel Elektronik, Mechanisches oder Textiles. Wir haben auch eine Helferin, die alte Medien digitalisieren kann», führt Rigo weiter aus. Man könne hier alte Videokassetten oder Ähnliches auf neue, digitale Medien überspielen oder sich zeigen lassen, wie man es selbst übertragen kann. Der soziale Aspekt beim Projekt sei ihm sehr wichtig, meinte Rigo. Es gehe darum, die Sache gemeinsam anzuschauen und gemeinsam zu überlegen, wie ein defekter Gegenstand wieder hergestellt werden könne, sagte Rigo. «Wir führen den Anlass heute zum dritten Mal durch und wir waren immer gut ausgelastet.»

Das «Repair Café» in Kleinlützel findet jeweils im Restaurant Tell statt und liegt somit zentral und gut erreichbar im Dorf. Über weitere Durchführungen kann man sich auf der Webseite des Vereins «2was» informieren oder sich bei Mitwirkenden im Dorf erkundigen.

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