Hoher Investitionsbedarf
In der Gewinnzone angekommen, befassen sich jetzt Arbeitsgruppen mit der Planung der Zukunft für das Zentrum Passwang. Hinterfragt wird auch die Rechtsform.

Wer rastet, der rostet», meint Peter Holzherr, Präsident des interkantonalen Zweckverbandes Zentrum Passwang, in seinem Jahresbericht. Die Umwandlung des ehemaligen Spitals in ein Senioren- und Gesundheitszentrum ist erfolgreich abgeschlossen, alle Räume sind vermietet und früher als erhofft, schreibt die neu entstandene Institution Gewinne. Sie will auf gesellschaftliche Veränderungen vorbereitet sein. «Die grosse Nachfrage nach Pflegeplätzen widerspiegelt den hohen Stellenwert des Zentrums Passwang. Die Belegungstage sind mit 101 Prozent am absoluten Maximum angekommen», sagte Zentrumsleiter Michael Rosenberg. Laufende Abklärungen weisen auf einen steigenden Bedarf im Demenzbereich. Der Vorstand hat drei Arbeitsgruppen beauftragt, Zukunftsperspektiven für das Senioren- und Gesundheitszentrum aufzugleisen. «Hinterfragt wird auch die Rechtsform», teilte Finanzchef Dieter Künzli den Delegierten mit. Zu schaffen machen dem Zentrum die unterschiedlichen Taxsysteme der beiden Kantone und das Splitten nach Gemeinden. Ausserdem gelte es, die unterschiedlichen Bereiche des Zentrums (Heim, Restaurant, Vermieter von Räumlichkeiten) eigenständig zu erfassen und doch im Gesamten zu betrachten. Einer ersten Beurteilung nach wird für die nächsten zehn Jahre mit einem Investitionsbedarf von 2,5 Millionen Franken gerechnet – ein Grossteil davon zur Verbesserung der Energieeffizienz. Ein Finanzplan soll sicherstellen, dass genügend Mittel vorhanden sind.
Die Delegiertenversammlung vom Donnerstagabend war infolge Abwesenheit vieler Gemeindevertreter nur ganz knapp beschlussfähig. Die Geschäfte waren unumstritten, die Flachdachsanierung unterschritt den dafür bewilligten Kredit. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von über 200 000 Franken ab, damit steigen die finanziellen Reserven des Zentrums auf über eine Million Franken an. Die Auslastung liegt bei knapp 100 Prozent, das Alters- und Demenzzentrum ist bis aufs letzte Bett belegt – mit steigendem Bedarf an Pflege. «Der Vorstand hat reagiert und das Personal aufgestockt, entsprechend sind die Personalkosten in der Rechnung höher ausgefallen als budgetiert», erklärte Künzli und machte klar: «Das Zentrum wird in seinen Visionen weiterhin auf die Marke Qualität setzen und die gute Zusammenarbeit mit den umliegenden Heimen verstärken.»


