Heimspiel für Oliver Blessinger

Trotz misslichen Wetterbedingungen – für jene, die kamen, wird auch die vierte Ausgabe von «Rock am Bärg» in guter Erinnerung bleiben. Hochkarätige Musik von renommierten Bands (Tarantinos, Love Box, Pegasus, James Gruntz ...) und attraktive Auftritte von weniger bekannten Interpreten liessen das Publikum mitsingen, jubeln und tanzen. Feuchtfröhliche Stimmung im wahrsten Sinne über alle drei Tage.

Hier bin ich zuhause: Oliver Blessinger.  Fotos: Martin Staub

Hier bin ich zuhause: Oliver Blessinger. Fotos: Martin Staub

Derniere: Am vergangenen Sonntagabend im Schwalbennest mit James Gruntz. Kam der Sonnenschein zu spät?

Derniere: Am vergangenen Sonntagabend im Schwalbennest mit James Gruntz. Kam der Sonnenschein zu spät?

dust. «Klar, ist das hier für mich ein Heimspiel», sagt Oliver Blessinger, «schliesslich habe ich 25 Jahre meines Lebens in Erschwil verbracht, und genau hier, im Schwalbennest, mein erstes Mädchen geküsst.» Blessinger ist guter Dinge – freut sich offensichtlich auf seinen Auftritt als einer der 17 Interpreten von «Rock am Bärg».

Seine Heimatgefühle unterstreicht der 36-Jährige spontan mit dem Hinweis, dass er Anfang November mit seiner ehemaligen Rockgruppe National in Meltingen ein Stelldichein plant. «Seit Anfang Jahr proben wir monatlich, um da unsere alten Songs anlässlich eines Revivals aufleben zu lassen.»
Mit 25 Jahren hängte Oliver Blessinger seinen gelernten Beruf, Sanitärinstallateur, an den Nagel, um Schauspieler zu werden. Trotz diversen Rollen auf diversen Bühnen in Basel, Chur und in Deutschland blieb er der Musik treu. Mit seiner vierköpfigen Band hat er seit 2007 bereits vier Alben eingespielt. «Und bald erscheint das fünfte», freut sich Blessinger. «Es wird etwas rockiger, und auf jeden Fall mein Lieblingsalbum», sagt er über die CD, die am 26. Oktober im Basler Parterre aus der Taufe gehoben wird.

Leben kann der Rockpoet von seiner Musik trotz hervorragenden Referenzen (noch) nicht ganz. Deshalb arbeitet er an zwei Tagen pro Woche bei einem Event-Dienstleister in Aesch. «So durfte ich meine Lautsprecherboxen für den hiesigen Auftritt selber zusammenstellen», lacht Blessinger. Seine Zukunft aber sieht er anders. «Wieder vermehrt Theater spielen», erklärt er ohne zu zögern. Getreu seinem Song «D’ Stadt isch z’ chli» zieht es den Sänger immer wieder weg. «Ja, ich liebe die Anonymität von Grossstädten», gibt er unumwunden zu. Als Nächstes vielleicht bald nach Zürich? «Dort gibt es rund dreimal so viele Theater wie in Basel, ja, das würde mich durchaus reizen», sagt Oliver Blessinger. Höchste Zeit nun, sich mit den drei Mitmusikern Markus Werner (Gitarre), Andy Lehmann (Bass) und Marco Brander (Schlagzeug) an den Start des vielleicht letzten «Rock am Bärg» zu begeben. Immerhin: Mit Blessingers Musik erwärmt endlich auch die Sonne die zahlreichen Festivalbesucher im «Schlammassel» des Schwalbennests.

Weitere Artikel zu «Thierstein», die sie interessieren könnten

Wichtiger Moment: Das Montieren von Solarmodul und Elektromotor. Maeggie Gisin (l.) und Ines Krebs stehen helfend zur Seite.
Thierstein23.07.2026

Ferienpass — Bauen einer Luftseilbahn

Der Ferienpass Laufental-Thierstein ist aktuell in vollem Gange. Am vergangenen Montag trafen 7- bis 12-Jährige bei der Primeo Energie in Münchenstein ein. Das…
Voller Saal: 156 Stimmberechtigte erschienen an der letzten Breitenbacher Gemeindeversammlung – eine Rekordbeteiligung. Foto: Bea Asper
Thierstein17.12.2025

Systemwechsel war umstritten

Breitenbachs Dorfexekutive wurde zu Beginn der Gemeindeversammlung mit einer Rekordbeteiligung überrascht.
Makellos: Die Brass Band Konkordia Büsserach interpretiert «Os Justi» von Bruckner. Foto: Th.  Brunnschweiler
Thierstein17.12.2025

Ein Adventskonzert, das Massstäbe setzt

Das Konzert der Brass Band Konkordia Büsserach in der Kirche St. Peter bot makellose und kultivierte Blasmusik auf höchstem Niveau. Das Ensemble wurde seinem…