Hauptstadt für vier Tage
Nächste und übernächste Woche tagt der Solothurner Kantonsrat in der Gilgenberger Metropole. Kantonsratspräsident Christian Imark freut sich auf sein Heimspiel.

Der 100-köpfige Solothurner Kantonsrat tagt in der Hauptstadt – normalerweise. Da zur Zeit der Kantonsratssaal im Umbau steht, muss das Parlament seine Sessionen vorübergehend an einen andern Ort verlegen. «Kein zu unterschätzendes Unterfangen», sagt Christian Imark, der als amtierender Kantonsratspräsident bereits im Juni eine solche Sessionsverlegung in Grenchen leitete. Der Fehrner hat vor Jahren schon, von seinem derzeitigen Präsidialjahr noch nichts ahnend, mit einer Eingabe Erfolg: Das Schwarzbubenland soll während des Rathaus-Umbaus Tagungsort des Parlamentes sein.
Nächste Woche nun, am 28./29. August, und eine Woche später, 4./5. September, dürfen die 13 Rätinnen und Räte aus dem Schwarzbubenland und der Hofstetter Regierungsrat Klaus Fischer ein Heimspiel geniessen. «Ein Ereignis von ausgesprochener Rarität», erklärt Imark mit Genugtuung, als er mit den Gemeindeangestellten 10 Tage vor Sessionsstart die wichtigsten Vorkehrungen bespricht.
Und diese gehen wesentlich weiter, als dies der parlamentarische Rahmen vorschreiben würde. «Die Session in Nunningen soll ein Fest für Parlamentarier und die Bevölkerung werden», erklärt Imark ohne Umschweife. «Die Leute sollen wissen, dass sie an den Sitzungen herzlich willkommen sind, denn Kantons- wie Regierungsratssitzungen sind öffentlich.» Im Solothurner Rathaus sei die Zuschauertribüne erfreulicherweise immer gut besetzt, so Imark, der sich auch in Nunningen auf möglichst viele politisch Interessierte freut. «Die Hofackerhalle, mit seinem Eingangsbereich ist geradezu ideal für aussenstehende Beobachterinnen und Beobachter.»
Um den Festcharakter zu unterstützen, wird auf dem Schulhausplatz ein Verpflegungszelt errichtet, in welchem die Landfrauen Gilgenberg Sessionsteilnehmer und Bevölkerung bewirten und verschiedene regionale Spezialitäten anbieten. Die Nunninger Bevölkerung und die Sessionsteilnehmer sind am 4. September im Anschluss an die Tagung von der Gemeinde zu einem Grill-Mittag eingeladen, «um den Austausch zwischen Nord- und Südteil des Kantons zu fördern», wie es im Nunninger Dorfblatt heisst.


