Guggen — die diesjährigen Hauptakteure

Die Pandemie und das aktuell bedrohende Weltgeschehen traten für ein paar Tage in den Hintergrund. Viele Menschen der «Wochenblatt»-Region genossen augenscheinlich unbeschwerte und ausgelassene Momente an der Fasnacht.

Geben den Ton an: Die Oktaväsumpfer Büsserach spielen in Breitenbach. Foto: Gaby Walther

Geben den Ton an: Die Oktaväsumpfer Büsserach spielen in Breitenbach. Foto: Gaby Walther

Birsgugger: Volles Rohr ins Laufner Stedtli. Foto: Martin Staub

Birsgugger: Volles Rohr ins Laufner Stedtli. Foto: Martin Staub

Es war sicher keine politische Fasnacht in diesem Jahr. Es fehlte schlichtweg die Zeit nach den Lockerungen des Bundesrats, um ein Sujet hervorzuzaubern und einen umzugssicheren Wagen zu kreieren. In jenen Dörfern, in welchen trotz aller Unsicherheiten, ob und in welchem Rahmen Veranstaltungen erlaubt sein würden, die Fasnacht organisiert und durchgeführt wurde, stand diese ausserhalb der üblichen Tradition: Fasnacht light, Fasnachtsdorf, wilde oder Beizenfasnacht standen auf dem Programm. Die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler sowie das Publikum liessen sich dadurch aber nicht entmutigen und strömten zahlreich an die verschiedenen Fasnachtsorte und Veranstaltungen. Der Erfolg dieser Anlässe lag dabei sicher nicht nur an dem traumhaften Wetter, sondern am Bedürfnis, sich endlich wieder ungezwungen zu treffen, zu plaudern und zu festen. Corona schien weit und breit kein Thema mehr zu sein. Statt Masken begegneten einem lachende Gesichter. Für gute Stimmung sorgten für einmal hauptsächlich die Guggen, Tambouren und Pfyffer. Unermüdlich zogen sie durch die Gassen und Dörfer. Dass sie die Kostüme der letzten Jahre trugen, beeinflusste die Stimmung nicht.

In kürzester Zeit hatten sich viele Beizen und Bars auf das bunte Treiben eingestellt. Plexiglas, Desinfektionsmittel und Eingangskontrollen wurden verbannt und stattdessen allen Eintritt in die geschmückten Räume gewährt. Kaum zu glauben, dass noch vor ein paar Wochen der Gang zur Toilette nur mit Maske erlaubt war und das Zertifikat den Einlass bestimmte. Nun herrschte vor allem in Laufen bis spät in die Nacht dichtes Gedränge, eng umschlungenes Tanzen und sich fröhliches Veräppeln. Und dies nicht nur am Sonntag, sondern auch an der Wyberfasnacht und am Fasnachtsdienstag wurde gefeiert, als hätte es nie eine Pandemie gegeben.

Schnitzelbänker Rainer Meyer meint in seinem Fasnachtsresümee: « ... Corona het euis d Gränze zeigt/ D’Ukraine duet euis Allne Leid/ Hei mir do s’Rächt a d’Fasnacht z’goh?/ I säg jo für’s zämmeschttoh/ ... D’Fasnacht schweisst euis wider zämme/ I däm mir euis i d’Arme nämme ...».

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