Gospels für Strassenkinder

Der Chor Gospelfire sang in der Kirche von Nunningen aus seinem Repertoire der letzten zehn Jahre. Zum Jubiläum wurde die Kollekte an eine Ordensgemeinschaft ausgerichtet, die sich für Strassenkinder einsetzt.

Ausdrucksstark: Chor Gospelfire mit Solistinnen Kathrin Hänggi (in rot) und Natalia Hofer (hinter Mikrofon). Foto: Jürg Jeanloz
Ausdrucksstark: Chor Gospelfire mit Solistinnen Kathrin Hänggi (in rot) und Natalia Hofer (hinter Mikrofon). Foto: Jürg Jeanloz

Sie sind wirklich Feuer und Flamme, singen mit Leidenschaft und Hingabe und leben den Gospel. Gemeint sind die Sängerinnen und Sänger des Chors Gospelfire. Erst im Herbst jedes Jahres treffen sich vierzig Singfreudige der umliegenden Gemeinden von Nunningen zu einer neuen Saison und üben in zehn Proben ihre Gospellieder. «Wir treten vorwiegend in Firmgottesdiensten auf», meint der Gründer und musikalische Leiter Paul Stebler. Als Chor- und Gemeindeleiter habe er etwas modernere Töne in die Kirche bringen wollen, fügt der begnadete Musiker an. Dankbarkeit und Freude gegenüber Gott könne mit Gospels bestens wiedergegeben werden.

Zum Zehn-Jahr-Jubiläum veranstalteten Paul Stebler und sein Chor ein Konzert in der Kirche von Nunningen mit Piano, Bass und Schlagzeug. Paul Stebler und seine Tochter Natalia Hofer stellten ein tolles Programm zusammen, das in der vollen Kirche Begeisterung auslöste. Mit dem Stück «I Didn’t Think It Could Be» fuhr der Chor gewaltig ein und vermittelte die Lebensfreude der vielfach unterdrückten schwarzen Bevölkerung. Kathrin Hänggi, eine weitere Tochter von Paul Stebler, bestritt das Solo und driftete in einen rassigen, rockigen Sound ab. Ganz aus dem Häuschen gerieten die 300 Gäste, als die beiden Töchter im Stück «Soon And Very Soon» in einem herrlichen Duett auftraten. Sie stimmten immer wieder das Halleluja an und animierten die Zuhörenden zum Klatschen und Wippen. Bravo-Rufe und riesiger Applaus prasselte auf die Künstlerinnen nieder.

Zur Einstimmung auf die heilige Zeit sang der Chor am Schluss die kleine Weihnachtskantate von Klaus Heizmann. Mit einer wunderschöne Melodie sang der Chor die Geschichte von Maria und Josef zu Betlehem. «Fürchtet euch nicht», verkündeten die beiden Solistinnen, der Chor untermalte mit feinen Tönen den herrlichen Gesang. «Lass Dein Licht in mir leuchten» begleitete die Gäste in den frühen und dunklen Sonntagabend. Die Kollekte für die Ordensgemeinschaft Salesianer Don Boscos kommt Strassenkindern zugute, die vielfach in erbärmlichen und zerrütteten Verhältnissen leben.

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