Gloria aus 180 Kehlen
An einem würdigen Gottesdienst in Nunningen trafen sich zehn Chöre des Cäcilienverbandes. Sie sangen Lieder aus der Messe von Charles Gounod und der Kanon-Messe.

Mit Singen und Musizieren können Botschaften versandt und Lebensfreude erlebt werden», sprach in einprägsamen Worten Pater Armin in der Kirche Oberkirch. Anlass dazu war eine Messe mit 180 Sängerinnen und Sängern des Cäcilienverbandes. Sie sassen in der mittleren Bankreihe und gestalteten den Gottesdienst mit Messeliedern wundervoll mit. Pater Armin wurde aber auch nachdenklicher, als er das Thema «Hören» weiter ausbreitete. «Wir reden aneinander vorbei, weil wir nicht zuhören wollen», gab er den Gästen zu bedenken. Zuhören sei in der hektischen und elektronischen Welt schwieriger geworden und aus der Mode gekommen. Singen und Musizieren seien daher ideale Beschäftigungen, um sich einander zu nähern. «Wir müssen nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit dem Herzen hören», lautete seine Botschaft.
Dazu passte natürlich ausgezeichnet das Gloria des französischen Komponisten Charles Gounod. Kräftig tönte es aus den 180 Kehlen der Verbandsmitglieder.
Die hohe Kirche verteilte den eindrücklichen Gesang im ganzen Raum und liess die Fenster erzittern. Mit Hingabe und Einfühlungsvermögen leitete der Oberkircher Dirigent Slobodan Todorovich die Singenden, die sich aus vier Dornecker- und sechs Thiersteinerchören zusammensetzten. Es machte dem Dirigenten sichtlich Freude, einen solchen Grosschor zu Höchstleistungen anzuspornen. Während der Eucharistiefeier ertönte sodann das Sanctus, das von der Organistin Tatjana Fuog gefühlvoll begleitet wurde.
Zum Ausklang sangen die Chöre «Im Namen Gottes» aus der deutschen Kanon-Messe von Lorenz Maierhofer. Dies zu hören war ein Ohrenschmaus, es lief einem kalt den Rücken hinab. Zum Einsatz kam die Verbandsdirigentin Barbara Schröder, die das Stück umsichtig und feinfühlig leitete. Verbandspräsidentin Helen Jeger war dafür verantwortlich, dass das Chortreffen des Cäcilienverbandes so gut und reibungslos über die Bühne ging. Sie leitete den Dank zwar an ihre Mithelferinnen und Mitglieder weiter, wurde dafür von Pater Armin liebevoll in die Arme genommen.


