Gestärkt aus der Coronazeit

2020 wurde im Alterszentrum Breitenbach (AZB) keine einzige Covid-19-­Erkrankung vermeldet. Trotz Schliessung des Restaurants und der aufwendigen Schutzmassnahmen konnte die Jahresrechnung mit einer schwarzen Null abgeschlossen werden.

Führungsteam des Alterszentrums Breitenbach: (v.l.) Barbara Ugolini, Leitung Finanzen und Administration, Nicole Vogt, stv. Geschäftsführerin und Leitung Infrastruktur & Dienstleistung, Jörn Weidner, Leitung Pflege, und Heinz Zenhäusern, Ges
Führungsteam des Alterszentrums Breitenbach: (v.l.) Barbara Ugolini, Leitung Finanzen und Administration, Nicole Vogt, stv. Geschäftsführerin und Leitung Infrastruktur & Dienstleistung, Jörn Weidner, Leitung Pflege, und Heinz Zenhäusern, Geschäftsführer. Foto: zvg

Eine Hiobsbotschaft musste Vizepräsidentin Helen Gianola gleich zu Beginn der Delegiertenversammlung verkünden: «Wegen eines Todesfalls in der Familie weilt Präsidentin Wally Allemann leider heute nicht unter uns», gab sie bekannt. Die Präsidentin lasse aber mitteilen, dass sie stolz auf das AZB-Team sei. So habe die Belegschaft in dieser schwierigen Zeit einen hervorragenden Job gemacht und gleichzeitig sei das Jeka-Haus mit seinen 21 seniorengerechten Wohnungen eröffnet worden. Besonders freue sie sich, dass im AZB 2020 keine einzige Covid-19-Erkrankung festgestellt und die verordneten Schutzmassnahmen sorgfältig umgesetzt wurden. Sie danke der Belegschaft und dem Vorstand für ihren Einsatz in dieser Krise. Helen ­Gianola ergänzte, dass es auch das Verdienst der Präsidentin und des Vorstands sei, dass das Alterszentrum derart gut über die schwere Zeit gekommen sei.

Für Geschäftsführer Heinz Zenhäusern war 2020 ein aussergewöhnliches und intensives Jahr, da die normalen ­Arbeits- und Organisationsabläufe stark eingeschränkt waren. Keine gewohnten Veranstaltungen, sondern Konzerte im Garten, Enkelbesuche auf Distanz und Nachmittagsbesuche in der Plauderbox. Covid-19 beherrschte die Szene. Im neu gestalteten und lebendigen Jahresbericht mit vielen Fotos wurde alles exakt dargestellt. Ende 2020 waren 64 Bewohnerinnen und Bewohner untergebracht. Die Bettenauslastung betrug 99 Prozent und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Schnitt drei Jahre. Unter den ­72 Arbeitsstellen reihten sich auch 16 Lernende ein.

Trotz Schliessung des Restaurants und dank der Auszahlung der Pandemieversicherung und der Kurzarbeitsentschädigung für das Gastronomiepersonal konnte die Ertragsrechnung mit einem Überschuss von knapp 7600 Franken ­abgeschlossen werden. Die Investitionen betrugen inklusive Jeka-Haus 6 Millionen Franken. Die neue Revisionsstelle ­«Treuhand zum Amtshaus» in Laufen ­kontrollierte die Rechnung und bestätigte die Rechtmässigkeit des Abschlusses 2020.

Wie Baukommissionspräsident und Vorstandsmitglied Paul Henz ausführte, wurden 2020 die Fertigstellung des Jeka-Hauses, eine neue Schnitzelheizung, eine neue Warmwasseraufbereitung, eine Solaranlage, die Dachsanierung Nord und die Neugestaltung des Gartens vorgenommen. 2021 wolle der Vorstand mit den Bauarbeiten zurückfahren und den Bewohnenden wieder etwas Ruhe gönnen, ergänzte Henz. Mit einem gediegenen Apéro liessen der Vorstand und die 19 Delegierten die Versammlung gemütlich ausklingen.

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