Ein Strauss guter Wünsche
Neujahrskonzert und dazu die Ansprache des Gemeindeammanns: eine erfolgreiche Kombination.

Ernste Worte zur Begrüssung, viele Neujahrswünsche und ein schmissiges Konzert: 230 Breitenbacher trafen sich am Neujahr im Grien, um das Jahr gemeinsam zu beginnen.
Gemeindeammann Dieter Künzli brauchte nicht lange, um die Zuhörer mit seiner Rede in Bann zu schlagen. Die Schuldenkrise zeige auf, dass die Jahre des Wohlstandes die westliche Welt dekadent gemacht hätten, führte er aus. Das alte Prinzip sei vergessen gegangen, dass vor dem Preis der Fleiss komme. Wir hätten begonnen, auf Pump zu leben und die Bezahlung den Nachfahren zu überlassen.
Bedenklich findet er auch das Heer von Besserwissern, welche die Boulevardblätter und das Internet bevölkern. Deshalb hat er für die Gemeinde Breitenbach zwei Vorsätze gefasst: Der Gemeinderat wird weiterhin danach streben, einen ausgeglichenen Finanzhaushalt zu haben und durch seriöse Gemeindeführung ein Vorbild zu sein. «Notwendige Veränderungen müssen bei einem selbst beginnen», fand Künzli.
Welche ansteckende Frische die Brass Band Breitenbach nach den Feiertagen ausstrahlte, nötigte den Zuhörern Bewunderung ab und sie liessen sich vom Konzert gerne mitreissen. Das begann mit Wagner und natürlich durfte Strauss nicht fehlen. Die meisten Stücke haben die Musiker neu gelernt, erklärte Evelyne Wyss, die seit einem Vierteljahrhundert mitspielt. Seit Mitte November hatten sie zwei Proben pro Woche, um die Aufführung auf die Beine zu stellen. Das nächste Konzert wird das Jahreskonzert Anfang Mai sein.


