Die Wälder leiden unter der grossen Hitze und Trockenheit

Nach dem Eschensterben sind es die Buchen, die austrocknen und zur Gefahr für Waldgänger werden können. Die Hitze bietet zudem optimale Bedingungen für den Borkenkäfer, der auf den Herbst gar mit einer dritten Generation zu Werk gehen kann.

<em>Besorgt: </em>Förster Josef Borer bei der Kontrolle dürrer Buchenkronen.<em/>

<em>Besorgt: </em>Förster Josef Borer bei der Kontrolle dürrer Buchenkronen.<em/>

<em>Geschädigte Buchen: </em>Die Kronen sind entlaubt, dürre Äste können zur Gefahr für Waldgänger werden.<em>Fotos: Roland Bürki</em>

<em>Geschädigte Buchen: </em>Die Kronen sind entlaubt, dürre Äste können zur Gefahr für Waldgänger werden.<em>Fotos: Roland Bürki</em>

In diesen heissen Tagen suchen viel mehr Leute als üblich die erfrischende Kühle des Waldes. Doch dem Wald ist es zu diesen Hitzetagen mit entsprechender Trockenheit überhaupt nicht so wohl, wie Förster Josef Borer vom Forstbetrieb Schwarzbubenland dem Wochenblatt drastisch vor Augen führen konnte. «Schon in der ersten Hitzeperiode von 2003 stellten wir einen ausserordentlich massiven Borkenkäferbefall fest», erinnerte Borer an die bei solchen Temperaturen besonders günstigen Lebensbedingungen für den sich vornehmlich in Nadelholzbäume «einfressenden» Buchdrucker, eine Borkenkäferart. Diese Wärme erlaube dem Buchdrucker, im Herbst auch noch eine dritte Generation abzusetzen und damit eine schädliche Massenvermehrung (Vertausendfachung der Population) auszulösen.

Am Beispiel zahlreicher gefällter Rottannen im Fehrenwäldli zwischen Breitenbach und Fehren zeigte der Förster auf, dass der Käfer auch in diesem Hitzesommer sein zerstörerisches Werk in der Region Dorneck-Thierstein leiste und damit den Wert des geschädigten Holzes vermindere.

Im Wald ist Vorsicht angesagt

«Bei solcher Hitze mit Trockenperioden leiden alle Bäume», so Borer, «sie wachsen durch Hitze und Wassermangel gestresst langsamer, werden schwächer und sind anfälliger für Schädlinge.» Besonders betroffen davon sei die Buche als Hauptbaumart im Jura. Ein Indiz für den ausgelösten Stress der Rotbuchen seien die leeren Schalen der Buchnüssli (Bucheckern).

Der Förster betonte mehrfach, dass grosse, dürre, aber auch grüne Äste unerwartet abbrechen könnten. Zwar hätten die Forstbetriebe im Gebiet Dorneck-Thierstein die neuralgischen Stellen im Wald unter Kontrolle, könnten aber in diesem grossen Gebiet nicht für jeden Ast verantwortlich gemacht werden. Waldbesucherinnen und Waldbesucher seien deshalb gebeten, angesichts der ausserordentlichen Situation besondere Vorsicht walten zu lassen.

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