Das Sextett mit sieben Stimmen

Six Chicks, das wahrscheinlich grösste Sextett der Welt, war in Breitenbach Gast und verbreitete mit seinem Programm «Eggs sells – reloaded» gute Laune in den schönsten Tönen.

Die sieben Damen von Six Chicks im Outfit "Strandfeeling".  Foto: Martin Staub
Die sieben Damen von Six Chicks im Outfit "Strandfeeling". Foto: Martin Staub

Mit welchem Lied starten die sieben Damen, die sich Six Chicks nennen, in ihr Programm? «Ich wollt, ich wär ein Huhn», der weltberühmte Hit der Comedian Harmonists aus dem Jahre 1936 scheint da wie geschaffen, eine anderthalbstündige A-cappella-Show zu lancieren, die einerseits musikalisch auf höchstem Level stattfindet und andererseits dank der witzigen und einfallsreichen Choreografie der sieben Basler Sängerinnen keinen einzigen Durchhänger verzeichnet. Mehr noch: Die Stimmungskurve beim Publikum – welches übrigens an diesem Samstagabend dem sympathischen Geflügel in Massen aufwartet – zeigt permanent nach oben, sodass gegen Ende die Zuschauer und Zuschauerinnen den Protagonistinnen auf der Bühne punkto Gegacker beinahe die Stange halten.

Die Six Chicks, begannen 2006 mit ihrer «musikalischen Produkteplatzierung». Aus einer Notlage heraus, wie Stefanie Schild, die Speakerin im Team, anfangs erklärt, denn die Negativspirale des Finanzhaushaltes sollte unbedingt gestoppt werden und von da an besann man sich nebst dem teuren Cüplikonsum aufs Gesangliche. Mit Erfolg, wie sich anlässlich der Aufführung im katholischen Pfarreisaal Breitenbach am Samstag herausstellt. Das Sextett, das, wie bereits erwähnt, zu siebt auftritt, präsentierte hier ein Repertoire, welches von Schweizer Volksmusik über DJ Bobo und Spice Girls bis hin zu Michael Jackson reichte und nicht mal vor der Bohemian Rhapsodie von Queen Halt macht. Die «Halbkantonshymne», das Baselbieter Lied, fand darin ebenso seinen Platz («weil wir Stadtchicks alle ursprünglich Basellandeier waren») wie Big Spender (Shirley Bassey) oder der Fünfuhrtee bei Familie Krause (Comedian Harmonists).

Die Sängerinnen verstanden es, jede einzelne Nummer mit wenigen Requisiten und passenden Gesten choreografisch aufzupeppen, dass man als Zuschauer beinahe überhörte, was für ausgezeichneter A-cappella Gesang da geboten wurde. Rhythmisch präzise, harmonisch absolut rein und solistisch hervorragend. Nicht zu vergessen, jede Nummer «à la Six Chicks reloaded», also jeweils neu aufbereitet, jedes Stück also das Gelbe vom Ei. Ob Six Chicks für die jeweils passend platzierten Werbespots einen Zustupf von den betreffenden Firmen erhielten, war an diesem vom Kultur- und Leserverein Breitenbach organisierten Abend nicht auszumachen. Ihre Wirkung beim Publikum verfehlten sie jedenfalls nicht.

Weitere Artikel zu «Thierstein», die sie interessieren könnten

Wichtiger Moment: Das Montieren von Solarmodul und Elektromotor. Maeggie Gisin (l.) und Ines Krebs stehen helfend zur Seite.
Thierstein23.07.2026

Ferienpass — Bauen einer Luftseilbahn

Der Ferienpass Laufental-Thierstein ist aktuell in vollem Gange. Am vergangenen Montag trafen 7- bis 12-Jährige bei der Primeo Energie in Münchenstein ein. Das…
Voller Saal: 156 Stimmberechtigte erschienen an der letzten Breitenbacher Gemeindeversammlung – eine Rekordbeteiligung. Foto: Bea Asper
Thierstein17.12.2025

Systemwechsel war umstritten

Breitenbachs Dorfexekutive wurde zu Beginn der Gemeindeversammlung mit einer Rekordbeteiligung überrascht.
Makellos: Die Brass Band Konkordia Büsserach interpretiert «Os Justi» von Bruckner. Foto: Th.  Brunnschweiler
Thierstein17.12.2025

Ein Adventskonzert, das Massstäbe setzt

Das Konzert der Brass Band Konkordia Büsserach in der Kirche St. Peter bot makellose und kultivierte Blasmusik auf höchstem Niveau. Das Ensemble wurde seinem…