Blumen Schmetterlinge für den Jubilar

Mit einer neuen Bluse und einem Singspiel feierte der Jodlerklub Sunnesyte Nunningen seinen 65. Geburtstag. Ein Dutzend Kinder und das Schäfer-Chörli überbrachten musikalische Glückwünsche.

Geburtstagsständchen: Junge Gratulanten bringen den Jodlern in der neuen Bluse ein Ständeli.
Geburtstagsständchen: Junge Gratulanten bringen den Jodlern in der neuen Bluse ein Ständeli.

Die Überraschung war gelungen: Ein Dutzend Kinder stürmte mit Rasseln und Glocken die Bühne und gratulierte den Jodlerinnen und Jodler mit einem kräftigen Happy Birthday. Nicht genug: Die 7- bis 10-Jährigen hatten noch die bekannte Melodie «Chinderouge» einstudiert und sangen dieselbe herzerfrischend. Ein schöneres Geschenk hätte man den Frauen und Mannen aus Nunningen nicht machen können. Immerhin hatten sie sich mit einer schwarzen Bluse gleich selbst beschenkt, die von Esther Borer liebevoll bestickt wurde. Auf der Bluse blühen gelbe Sonnenblumen, auf dass die Sängerschaft noch viele sonnige Stunden erlebt. Die Schmetterlinge dazwischen sollen die Jodler dazu beflügeln, aktiv und beweglich zu bleiben; ein Unterfangen, das sie am Abend gründlich unter Beweis stellten. Im neuen Outfit sangen die Damen und Herren fein und gefühlvoll «E Sunneblueme gross u mächtig stoht im Garte vor em Huus» und erfreuten damit die Gäste in der voll besetzten Hofackerhalle.
Mit gestrickten Strümpfen, Holzzoggeln und Schäfertracht traten eine Dame und sieben Herren des Schäfer-Chörlis aus Mümliswil auf und sangen sich in die Herzen der Gäste. «Es wunderprächtigs Meitli» kam originell und erfrischend daher, der folgende Naturjutz nicht minder kräftig. Die Jodlerin Carmen Fluri stand ihren Kollegen in nichts nach und brillierte mit ihrer reinen klaren Stimme. Zwischen den Liedvorträgen wartete das Schwyzerörgeli-Trio Roland Wiedmer mit einem vielfältigen Repertoire auf.
Dass sich der Jodlerklub Sunnesyte nicht auf seinen Lorbeeren ausruht, bewies er mit dem Singspiel «Jede darf singe». Der Autor Markus Stebler spielte auch gleich die Hauptrolle des Jungbauern Reinhart, der bei der Arbeit sang und ohne Hobby und Weibergeschichten auskam. «Singe chasch dir erspare, süsch wird no d’Milch suur», frotzelte die welsche Dienstmagd. Aber es kam besser und Reinharts Stimme wurde entdeckt. Im Singspiel glänzten zwei Duette der Nunninger Jodlerinnen und Ruedi Lüthi mit dem «Chratzegg-Sämeli», die alle heftig beklatscht wurden. Obwohl zum Schluss der Jodlerklub Sunnesyte das Lied «S’ isch nümme die Zyt, wo albe isch gsy» anstimmte, stand der Anlass ganz im Zeichen eines gemütlichen volkstümlichen Abends.

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