AZB mit schwarzer Null
Die 50. Delegiertenversammlung des Alterszentrums Bodenacker (AZB) sagte Ja zum Budget 2012. Nein sagte sie zu einem Antrag für eine volle fünfte Ferienwoche.

Eines war erfreulich für das Alterszentrum Bodenacker (AZB), das im kommenden März seine ersten 20 Jahre feiert: Trotz des allgegenwärtigen Spiels des FCB und trotz des Festes für den «höchsten Solothurner» wollten doch 24 der 36 AZB-Delegierten beim Budget 2012 ein Wörtlein mitreden. Denkwürdig dabei war, dass der neue Heimleiter Hannes Spirig an dieser bereits 50. Delegiertenversammlung sein allererstes Budget erläuterte. An diesem mit einem kleinen Überschuss von 3500 Franken vorgelegten Voranschlag wollte bis kurz vor der Abstimmung niemand rütteln. Doch dann beantragte Reinhard Studer namens des Gemeinderates Grindel, dem Personal nicht nur die zwei im Budget 2012 eingebauten zusätzlichen Ferientage, sondern ebenso wie im Zentrum Passwang (ZePa) die fünfte Ferienwoche zu gewähren. «Wir haben 2010 von der Delegiertenversammlung den klaren Wink zum Sparen erhalten», rechtfertigte Christoph Hänggi, Präsident der Trägerschaft, die Politik der kleinen Schritte. Die zwei Ferientage kosteten bereits 18 000 Franken, eine ganze Woche würde mit gegen 60 000 Franken zu Buche schlagen. Heimleiter Hannes Spirig musste aber eingestehen, dass das AZB auf dem ausgetrockneten Arbeitsmarkt mit seiner Ferienregelung hinterherhinke. Diesen Rückstand wolle der Vorstand aber bis 2013 wieder aufholen, ergänzte Hänggi. Mit sieben Stimmen fand Studers Antrag im Moment zu wenig Unterstützung, weil die übrigen Delegierten die fünfte Ferienwoche erst für 2013 wollten.
Ärger über Investitionskostenpauschale
Neu müssen die Heimbewohner eine Investitionskostenpauschale von 28 statt 15 Franken pro Tag an die Pensionstaxe bezahlen. So will es der Regierungsrat. Da werde für gut unterhaltene Heime wie das AZB viel zu viel Geld aufgehäuft, wurde im Plenum spürbar Ärger laut. Gemäss Präsident Christoph Hänggi wollen AZB und ZePa nun beim Regierungsrat auf Pauschalen drängen, die auf den Investitionsbedarf der einzelnen Heime zugeschnitten seien. Immerhin konnte Heimleiter Hannes Spirig für die Bewohner doch Entwarnung geben: «Die Heimbewohner zahlen unter dem Strich dennoch weniger, weil die Einwohnergemeinden neu für die ungedeckten Pflegekosten aufkommen müssen.»


