Ausbau bei laufendem Betrieb — das Alterszentrum Breitenbach wird vergrössert
Das Alterszentrum Breitenbach rechnet für die Vergrösserung seines Gebäudes mit einer Bauzeit von 18 Monaten.

Es gebe heute zu wenig Einzelzimmer. «30 Personen teilen sich 15 Zimmer — diese Raumaufteilung möchten wir ändern», erklärte Wally Allemann, Präsidentin des Zweckverbandes AZB, am Dienstagnachmittag vor versammelter Schar. Das Alters- und Pflegeheim Breitenbach soll zugunsten der Lebensqualität mehr Platz erhalten — für die Umgestaltung der Doppelzimmer in Einzelzimmer, für eine Modernisierung des Restaurant- und Aufenthaltbereichs und für die Schaffung neuer Therapieräume und Büros. «Die Bauarbeiten werden uns allen viel abverlangen, aber es ist eine wichtige Investition in die Zukunft», sagte Allemann.
Vorstand, Mitarbeitende, Bewohnerinnen und Bewohner und die Projektverantwortlichen starteten die Bauarbeiten feierlich mit einem symbolischen Spatenstich am Drei-Königs-Tag und luden die zahlreich erschienenen Delegierten der Gemeinden und Institutionen zum gemeinsamen Kuchenessen ein. Das Datum sei natürlich nicht zufällig gewählt, sondern passend zur Bedeutung des Projektes, kommentierte Breitenbachs Gemeindepräsident, Christian Thalmann. Es freue ihn, «dass sich die beiden Heime im Bezirkshauptort gegenseitig befruchten: Plant die eine Institution ein Projekt, zieht die andere nach». Seit letztem Herbst baut auch das Zentrum Passwang.
Die Bauarbeiten beim AZB werden bereits in den nächsten Monaten sichtlich den Alltag verändern. Der Anbau kommt vor dem heutigen Eingangsbereich mit einem Mauerwerk im unteren Bereich und Fertigbauelementen für die oberen Stockwerke zu stehen. Später wird auf einem Teil des bisherigen Gebäudes noch ein zusätzliches Geschoss realisiert. «In der Bauzeit werden der heutige Lieferanteneingang und der Zugang vom Innenhof die neuen Haupteingänge sein», erklärte Geschäftsführer Jörn Weidner. Die Bauzeit betrage rund 18 Monate und beeinträchtige in einer ersten Phase den heutigen Empfang, die Büros der Verwaltung und den vorderen Teil des Restaurants. «Für grössere Anlässe, die tagsüber stattfinden, können wir ein Catering im Saal des Pfarreiheims anbieten, dies konnten wir mit der Kirchgemeinde vereinbaren», führte Weidner aus. Die Verwaltung habe temporär ihre Büros ins Jeka-Haus verlagert. Die Liegenschaft gehört dem AZB — und letzten Dezember wurden durch den Auszug der Baloise Bank Räumlichkeiten frei.
Die Bauarbeiten und der laufende Betrieb würden gut aufeinander abgestimmt werden. Darauf lege die eingesetzte Baukommission grossen Wert, hielt Weidner fest. Die lärmigen Arbeiten würden nach neun Uhr beginnen und pausieren von 11.30 bis 14 Uhr. «An den bauintensiven Tagen werden die Mitarbeitenden mit der Bewohnerschaft Ausflüge unternehmen — auf den Lama-Hof in Aesch, zu den Therapie-Eseln in Himmelried, zum Mittagessen auf den Chasseral, mit dem Schiff auf den Bielersee, in ein Museum oder zu einer Besichtigung in die Innerschweiz», so Weidner.


