Anklis Boxenstopp in Beinwil

Der Beinwiler Gemeindepräsident liegt gut im Rennen um den anvisierten Regierungsratssitz. Im Klosterdorf drückt man ihm alle Daumen.

Boxenstopp in Beinwil: Bonne chance, Remo!   Foto: Roland Bürki
Boxenstopp in Beinwil: Bonne chance, Remo! Foto: Roland Bürki

Die heimelige Gaststube im Beinwiler Restaurant Reh strahlt auch an diesem Wahlsonntagabend etwas Ruhiges und Unerschütterliches aus. Hier haben die Beinwiler Liberalen ihren Gemeindepräsidenten, Kantonsrat und Doktor der Theologie, Remo Ankli, im letzten Herbst einstimmig in das Rennen um einen Regierungsratssitz geschickt. Am einzigen besetzten Tisch freut man sich mit Blick auf das Smartphone über den hoffnungsvollen fünften Platz Anklis bei den Regierungsratswahlen und applaudiert ihm herzhaft, als er kurz darauf nach der Rückfahrt von Solothurn mit einem vertrauten «Sali zäme» die Gaststube betritt. «Anstossen können wir halt nicht», bedauert Ankli, der zwar mit Glanzresultat in den Kantonsrat gewählt wurde, aber für einen Sitz im Regierungsrat noch den zweiten Wahlgang bestreiten muss. Doch dann freut er sich angesichts eines riesigen Blumenstrausses über sein super Regierungsrats- und Kantonsratsresultat im Schwarzbubenland.

Er sei relativ unbekannt gestartet, erklärt ein im Wahlkampf und im Umgang mit den Medien sichtlich abgeklärter gewordener Ankli und fügt augenzwinkernd bei: «Mir haben eben Affären gefehlt.» Prompt stellt einer aus der Tischrunde fest, die FDP stelle einen zu seriösen Kandidaten. Doch gerade das Verlässliche, Seriöse auf gleicher Augenhöhe schätzen die Beinwiler so an ihrem Remo, dem sie mit Kaffee und Solothurner Torte mächtig den Rücken stärken. «Wir zeigen uns damit solidarisch mit Solothurn und erhoffen uns für den zweiten Wahlgang von dort das Gleiche», meint etwa Gemeinderat Urs Saner. FDP-Amteipräsident Hanspeter Stebler, überglücklich über vier verteidigte Kantonsratssitze und den auf 30,3 Prozent gestiegenen Wähleranteil, beurteilt Anklis Wahlchancen für den Regierungsrat mit seinem guten Resultat als absolut intakt.

Blumen, allerdings in verbaler Form, gibt es auch für den wiedergewählten Kantonsrat Christian Thalmann. Mit satten 3995 Stimmen hat er es bei der FDP Dorneck-Thierstein auf den zweiten Platz geschafft. Bei den Kantonsratswahlen erhielt Ankli «galaktische» 6015 Stimmen. Kaum verwunderlich, dass die Stimmung im Restaurant Reh aufgeräumt und zuversichtlich ist, zumal Ankli nach seiner Aussage mit «total aufgeladenen Batterien» ins zweite Rennen steigt. Im zweiten Wahlgang vom 14. April will er wieder für den Regierungsrat kandidieren.

Weitere Artikel zu «Thierstein», die sie interessieren könnten

Wichtiger Moment: Das Montieren von Solarmodul und Elektromotor. Maeggie Gisin (l.) und Ines Krebs stehen helfend zur Seite.
Thierstein23.07.2026

Ferienpass — Bauen einer Luftseilbahn

Der Ferienpass Laufental-Thierstein ist aktuell in vollem Gange. Am vergangenen Montag trafen 7- bis 12-Jährige bei der Primeo Energie in Münchenstein ein. Das…
Voller Saal: 156 Stimmberechtigte erschienen an der letzten Breitenbacher Gemeindeversammlung – eine Rekordbeteiligung. Foto: Bea Asper
Thierstein17.12.2025

Systemwechsel war umstritten

Breitenbachs Dorfexekutive wurde zu Beginn der Gemeindeversammlung mit einer Rekordbeteiligung überrascht.
Makellos: Die Brass Band Konkordia Büsserach interpretiert «Os Justi» von Bruckner. Foto: Th.  Brunnschweiler
Thierstein17.12.2025

Ein Adventskonzert, das Massstäbe setzt

Das Konzert der Brass Band Konkordia Büsserach in der Kirche St. Peter bot makellose und kultivierte Blasmusik auf höchstem Niveau. Das Ensemble wurde seinem…