Abstecher ins Toggenburg
Auf Einladung des Jodlerklubs Erschwil/Beinwil trat am Jodlerobe das Schmittechörli Necker auf und begeisterte mit bodenständig kräftigen Stimmen und heimischen Trachten.

Vier Jodlerinnen in blauweissen Trachten und feinen Stickereien sowie zwölf Älpler mit weissen Chuelihemden und Messing beschlagenen Hosenträgern waren der absolute Höhenpunkt des Jodlerobe in Erschwil. Was die Gruppe aus dem toggenburgischen Neckertal bot, sprengte den Rahmen des Alltäglichen. Sobald das Schmittechörli zum Naturjutz ansetzte, lief es einem kalt den Rücken herab. Die vier Jodlerinnen erwischten jede noch so hohe Tonlage perfekt, derweil der Solojodler mit etwas tieferer Stimme wundervoll ergänzte. Der Chor begleitete dezent und erzeugte einen phantastischen Chorklang. Die Melodie «Mis Toggenburg» kam wunderbar daher und führte die Gäste im Saal in die sattgrünen Hügel des St. Galler Hinterlandes. Und zum Lied «d’Laterne» frotzelte ein Toggenburger, dass in früheren Zeiten das «Fensterlen» noch ohne Laterne abging und das Resultat sich dann im garstigen Aussehen der Meistersfrau niederschlug. Weitere pikante Witze wurden von diversen Jodlern zum Besten gegeben, wobei einige das Menschliche nur allzu detailliert beschrieben.
Trotz begeisterndem Auftritt der Ostschweizer Gäste musste sich der einheimische Jodlerklub Erschwil/Beinwil nicht verstecken. Ruhig und getragen sangen sie das Nachtbuebeliedli und als das dankbare Publikum ultimativ eine Zugabe forderte, nahmen sie die Anwesenden bei der Hand und sangen das sinnige Lied «Chumm mit mir».
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