Abschied im Namen der Queen
Mit einem tollen Konzert mit Literatur der Pop-ikonen Pink Floyd, Freddie Mercury, Beatles und anderen Grössen verabschiedete sich Reto Borer nach 13 Jahren Dirigentenarbeit von der Harmonie Büsserach.

Eine Fackelstafette durchs Dorf machte den Video-Auftakt zur würdigen Verabschiedung des Dirigenten Reto Borer. Ein Burgfräulein hoch zu Ross übergab im Büsseracher Wald einem nackten Flitzer die brennende Fackel, die er nach einem kurzen Sprint durchs Gebüsch ungeniert der britischen Queen im Rolls Royce übergab. Diese fuhr mit dem Chauffeur direkt ins Zentrum, wo die Fackel nach weiteren Stationen auch das Schlössli Pub erreichte. Der Videoclip setzte aus, Reto Borer betrat unter stürmischem Applaus die Bühne und entzündete mit der brennenden Fackel die olympische Schüssel. Gleich darauf ertönte eindrücklich und leidenschaftlich «The Olympic Spirit», eine fantastische Melodie, die für die Olympiade in Seoul 1988 geschrieben wurde.
Ganz im Sinne der Majestät Queen Elizabeth II. trug die Harmonie Büsserach ein brillantes Medley der Beatles vor, das natürlich die Heuler «Let it Be», «Michelle» und «All you need is Love» enthielt. Nach einer Selection der Pink Floyd folgte der britische Welthit «Always Look on the Bright Side of Life», den das Ensemble mit Singen und Pfeifen lustvoll untermalte. Das Medley der Deep Purple wurde vom jungen Pop-Gitarristen Timon Düblin gefühlvoll begleitet und riss einmal mehr die Gäste von den Stühlen.
Mit riesigem Beifall wurden die drei Vertreter der Swiss Midland Pipe Band empfangen, die mit der Harmonie einige Stücke auf ihren Dudelsäcken spielten. Als Zugabe servierten die Büsseracher «Amazing Grace» und liessen nochmals ihre ganze Professionalität und Musizierfreude aufblitzen. Und als das Publikum immer noch frenetisch klatschte, ertönte der Solothurner Marsch, der den anwesenden Kantonsratspräsidenten 2012, Christian Imark, entzückte.
Er habe im Verein viele schöne Freundschaften geschlossen, meinte der scheidende Reto Borer. Der 45-jährige Bauingenieur und ausgebildete Blasmusikdirigent möchte eine schöpferische Pause einlegen und sich der Komposition anspruchsvoller Stücke widmen. «Höhepunkt meiner Büsseracher Karriere war der 2. Platz am kantonalen Musikfest in Muttenz 2010, wo wir alle Baselbieter Formationen hinter uns liessen», erklärte Borer bescheiden, der aus dem Verein ein ausgereiftes Ensemble schuf. Zufrieden ist Borer auch mit dem Nachwuchs, den er zu Konzertbeginn mit rockigen Stücken vorstellte. Der versierte Mathematiker Borer hat ausgerechnet, dass er in allen Konzerten in Büsserach dreizehntausend Seiten umgeblättert hat!
Weitere Konzerte mit Theater: 11. und 12. Januar, 20.00 Uhr, im Konzertsaal Büsserach.


