Abschlussarbeiten zeigen Vielfalt und Engagement

Monatelang planten, recherchierten, organisierten und tüftelten die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen des Oberstufenzentrums Leimental in Bättwil an ihren Projekten. Vergangene Woche präsentierten sie die Ergebnisse ihrer Arbeiten der Öffentlichkeit.

Collage und Mandarin: Georgia ist fasziniert von Formel 1 und hat dazu eine Collage erstellt. Nina möchte einmal asiatische Länder bereisen und lernt nun Mandarin.

Collage und Mandarin: Georgia ist fasziniert von Formel 1 und hat dazu eine Collage erstellt. Nina möchte einmal asiatische Länder bereisen und lernt nun Mandarin.

Jogginghose: Passend zur Trainingsjacke, die die Klasse im Textilen Werken genäht hatte, haben Lionel (l.) und Bennjo eine Jogginghose designt.

Jogginghose: Passend zur Trainingsjacke, die die Klasse im Textilen Werken genäht hatte, haben Lionel (l.) und Bennjo eine Jogginghose designt.

Quad: Anna-Sofia (l.) und Vanessa haben ein altes, verrostetes Quad wieder auf Vordermann gebracht.

Quad: Anna-Sofia (l.) und Vanessa haben ein altes, verrostetes Quad wieder auf Vordermann gebracht.

Präsentation: Die Schülerinnen und Schüler erklären den Eltern und Interessierten ihre Projektarbeiten. Fotos: Gaby Walther

Präsentation: Die Schülerinnen und Schüler erklären den Eltern und Interessierten ihre Projektarbeiten. Fotos: Gaby Walther

Bättwil

Schon von Weitem ist das laute Dröhnen eines Motors zu hören. Anna-Sofia und Vanessa haben im Rahmen der Projektarbeit ein altes Quad abgeschmirgelt, neu lackiert und mit einem funktionsfähigen Motor bestückt. Leiser ist die Projektarbeit am Stand daneben. Elia, Arjen und Leano haben eigenständig aus Holz ein Windrad erstellt und können damit Strom produzieren. Um dieses Projekt realisieren zu können, hatten sie sich Sponsoren und technische Unterstützung gesucht. Weitere 19 Projekte wurden vorletzten Mittwoch im Oberstufenzentrum in Bättwil vorgestellt. Die Bandbreite war gross. Ein Kochbuch mit gesunden, schnell zubereiteten Mahlzeiten wurde zusammengestellt, Jogginghosen designt, eine Abschlussreise organisiert, ein Theaterstück für die Klasse ausgearbeitet, Möbel restauriert, Mandarin gelernt, sich mit Depressionen befasst oder eine Spendenaktion nach Südindien lanciert.

Als Pilotschule gestartet

Seit 2013 führen die 3. Klassen der Sekundarstufe E und B in Bättwil das Projekt Abschlussarbeiten durch. «Dazumal fungierten wir als Pilotschule im Kanton Solothurn. Inzwischen realisieren alle Schülerinnen und Schüler in der letzten Sekundarklasse in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn eine Projektarbeit», erklärt die Projektlehrerin Andrea Rubin.

Mit der Projektarbeit zeigen die Jugendlichen, dass sie sich über längere Zeit in ein Thema vertiefen und es eigenständig erarbeiten können. Überfachliche Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Kooperation, Planung und Problemlösefähigkeit werden geschult, reflektiert und dokumentiert. Die Arbeit kann als Themen-, Handlungs- oder Erkundungsprojekt definiert werden und wird meist zu zweit verfasst.

Gestartet wird mit der Projektarbeit im letzten Schuljahr bereits nach den Sommerferien jeweils während dreier Lektionen am Mittwochnachmittag. Brainstorming, Gruppenbildung, erste Entwürfe werden gemacht und mit den begleitenden Lehrpersonen die Ideen besprochen. Der Abschluss der Arbeit findet jeweils am Präsentationstag Ende Schuljahr statt.

Dokumentation und Präsentation

An den Marktständen standen die Jugendlichen den Eltern und Interessierten Rede und Antwort über ihr Projekt und die Entstehung. In die Beurteilung fliesst nicht nur das Gesamtprojekt ein, sondern auch die schriftliche Dokumentation und die Präsentation. «Es ist gar nicht so einfach, die unterschiedlichen Arbeiten zu beurteilen», stellt Werklehrer Alexander Stebler fest. Die Beurteilung ist Bestandteil des Abschlusszertifikats. An diesem Abend hatte auch das Publikum die Chance, ein Projekt zu prämieren. Mit einem Apéro für alle wurde der Anlass abgeschlossen.