Zukunftsprojekt für den Wald
Aus drei Forstbetriebsgemeinschaften soll der Zweckverband «Forstbetrieb Schwarzbubenland» werden. Möglicherweise kommen die Statuten bereits im Sommer vor die (Bürger-)Gemeindeversammlungen.

Thiersteiner und Dornecker stehen derzeit vor einer grossen Fusion. Im Forst soll der Zusammenschluss gelingen. «Mit gebündelten Kräften kann den künftigen Herausforderungen in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld am besten begegnet werden», meint der Planungsausschuss «Reorganisation Forstbetriebe Schwarzbubenland.» Demnach sollen die Forstbetriebsgemeinschaften Thierstein Süd, Thierstein Mitte und Dorneckberg Süd zum «Forstbetrieb Schwarzbubenland» fusionieren. In der Praxis als auch verwaltungstechnisch könnten damit «enorme Verbesserungen» erzielt werden, erklären Rosi Wohlgemuth, Präsidentin der FBG Thierstein Süd sowie Revierförster Josef Borer aus Breitenbach. «Das bisherige Rapport- und Abrechnungssystem innerhalb der Forstbetriebsgemeinschaft ist nicht mehr zeitgemäss.»
Ausserdem seien die Betriebsgemeinschaften vom Kanton Solothurn aufgefordert worden, eigene Rechtskörperschaften zu bilden, um Unsicherheiten bei Vertragsabschlüssen aus der Welt zu schaffen. «Der neue Forstbetrieb soll als Zweckverband ausgestaltet werden. Er wird die Pflege und Nutzung des Waldes über die gemeinsame Rechnung abrechnen und muss ohne Zuschüsse der Waldeigentümer auskommen», erklärt Lorenz Bader gegenüber dieser Zeitung. Er ist Mitinhaber des Ingenieur-Büros «Kaufmann & Bader». Diese Firma hat bereits andere Reorganisationen im Solothurner Forstwesen beraten. Bader verweist darauf, dass die neuen Organisationen erfolgreich unterwegs seien, sie würden schwarze Zahlen schreiben und es sei ihnen gelungen, Reserven zu bilden. Der Zweckverband «Forstbetrieb Schwarzbubenland» rechnet im ersten Betriebsjahr mit einem Pauschalbeitrag von 44 Fr./ha bewirtschaftete Fläche und sieht den maximalen Pauschalbetrag bei 90 Fr./ha bewirtschaftete Fläche. Für die Erhöhung des Pauschalbeitrags erfordere es eine Zweidrittelsmehrheit, heisst es im Statutenentwurf.
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