Laut, schnell, faszinierend
Zum 40. Mal fand am letzten Wochenende in Roggenburg das Motocross statt. Ein Highlight war in diesem Jahr sicher der Weltmeisterschaftslauf der Seiten-wagen. 15 Nationen standen am Start.

In Roggenburg ist zurzeit einiges los. So kamen am letzten Wochenende die Motorradfans auf ihre Rechnung, am kommenden Wochenende ist Kultur angesagt und eine weitere Woche später werden im hintersten Winkel des Baselbiets Guggenkonzerte für Stimmung sorgen. Nun zurück zum wohl berühmtesten Anlass des kleinen Dorfs. Bereits zum 40. Mal lud der Moto-Club Roggenburg zum internationalen Motocross ein und lockte viele Interessierte an. Die Hitze der vergangen Tage war vorbei und der Regen vermochte sich nicht durchzusetzen, sodass bei optimalen Verhältnissen die Rennen beobachtet werden konnten. Zum einen wurden die Schweizermeisterschaften Inter MX 2 und Inter MX Open ausgetragen, zum anderen fanden die zwei vorletzten Weltcuprennen der Seitenwagen statt.
Kim Schaffter, welcher für den MC Roggenburg startete, konnte sich in den zwei Läufen des Inter MX Open jeweils den dritten Platz erkämpfen und liegt nun im Gesamt-Klassement auf Platz zwei. Beim Seitenwagenrennen standen Rennfahrer aus 15 Nationen am Start. 17 Jahre ist es her, dass zum letzten Mal ein solches Rennen in Roggenburg bestaunt werden konnte. So war das Interesse an dieser Randsportart gross. Die gewagten Sprünge und die spektakuläre Fahrt auf der Naturstrecke den Steilhang hinauf und dann in rasantem Tempo wieder hinunter faszinierten sowohl Kenner wie auch Laien. Mutig lehnten sich die Beifahrer zur Seite hinaus, um genügend Gewicht in die Kurve legen zu können. Wie zu erwarten holte sich den Sieg auf den zwei Läufen der Holländer und neunfache Weltmeister Daniel Willemsen mit Passagier Kenny Van Gaalen. Als bester der vier Schweizerteams erreichte Andy Bürgler mit Raphael Markert im ersten Lauf Platz 11, im zweiten Lauf Platz 21.
Angespornt von den Grossen, hatten die Kinder die Möglichkeit, auf Kindermotorrädern gratis ein paar Runden in einem Parcours zu drehen. Davon wurde reger Gebrauch gemacht. Wer von den Erwachsenen einen Adrenalinschub brauchte, konnte sich diesen im Helikopterflug holen, wobei der Rotationslärm keine Chance hatte, den Motorenlärm der Rennfahrer zu übertönen.