Königin der Musikherzen

Das Konzert von Anna Rossinelli in der Burg auf Rotberg übertraf alle Erwartungen.

Lockt zum Mitmachen: Anna Rossinelli füllt die Burg mit Emotionen.
Lockt zum Mitmachen: Anna Rossinelli füllt die Burg mit Emotionen.

Das Sommernachtsfest der aussergewöhnlichsten Jugendherberge der Schweiz ist längst bekannt als Geheimtipp für Top-Konzerte. Zahlreiche, international erfolgreiche Schweizer Musiker haben schon ihre Instrumente in die kleine Seilbahn verladen und in den mittelalterlichen Gemäuern die Gäste zum Rocken gebracht. In diesem Jahr gelang es dem Burg-Team, Corina und Thomas Krämer, wieder für musikalischen Leckerbissen zu sorgen – mit der Sängerin Anna Rossinelli (27) und deren Musikern Georg Dillier und Manuel Meisel. Das Pop-Soul-Trio spielte sich auf Anhieb in die Herzen der Zuschauer und erntete tosenden Applaus. Man konnte gar nicht genug hören von dieser einfühlsamen Musik, die manchmal ganz sanft die Herzen zum Schmelzen brachte und dann wieder den Raum füllte mit Energie und Kraft.
Im Alter von 13 Jahren war Anna Rossinelli schon auf die Bühne getreten und gab mit ihrer ersten A-cappella-Band Strassenkonzerte. Sie nahm Unterricht an der Jazzschule Basel und absolvierte eine Berufslehre als Fachfrau Betreuung / Fachrichtung Behindertenbetreuung.
Sie ging als Model aber auch auf den Laufsteg. Seit Anna Rossinelli die Schweiz am Eurovision Song Contest 2011 vor Millionen-Publikum vertrat, gehört die Basler Sängerin auf grosse Bühnen, doch die besondere Atmosphäre in der Burg auf Rotberg macht ihr ebenso Spass, wie sie betonte. Sie zauberte ein Lachen auf die 200 Gesichter und kostete den direkten Kontakt mit dem Publikum aus, lockte immer wieder zum Mitmachen und integrierte die vielen Stimmen in ihre Lieder. Die drei Basler Vollblutmusiker verstehen es, mit minimaler Technik ihr Publikum zu begeistern. Mit den Songs des neuen Album «Marylou Two» und dem Eurovision-Klassiker «In Love for A While» trafen sie mitten in die Herzen im verträumten Burgareal. Die Gemäuer stammen aus dem 13. Jahrhundert und die Restauration 1934 ist ebenso historisch. Mit dem Einsatz arbeitsloser Jugendlicher entstand eine Herberge. Die Burg verfügt über 80 Betten, ist sehr gefragt und macht ein Sommernachtsfest zum unvergesslichen Erlebnis.