Frauenchor schenkt Freude
24 Sängerinnen hatten mit ihrem lustvollen Singen ein Ziel: Ein Lächeln auf die Gesichter ihres Publikums zu zaubern.

Draussen vor der reformierten Kirche in Laufen prasselt ein unablässiger Sonntagsregen nieder. Grund genug für die 24 Sängerinnen des Himmelrieder Frauenchors «Vocabella», drinnen mit ihren schönen klaren Stimmen Gegensteuer zu geben. «Unsere freudvollen Lieder mit viel Energie sollen möglichst vielen ein Lächeln entlocken», findet Moderatorin Sophie Ernst einfühlsam das richtige Gegenmittel zum Wetter. Mit dem passenden Lied «Joyfully sing» unterstreicht der Chor dieses Ziel. Die deutlich spür- und sichtbare Freude der Sängerinnen am Konzert überträgt sich nicht zuletzt wegen der bunten Palette an Liedern aufs Publikum. Die grosse Bandbreite von Pop und Rock zu Gospel und besinnlichen Liedern erklärt sich dadurch, dass jedes Chormitglied seine Ideen für das Programm einbringen darf. So geht es beim feurigen «Ba-raba Ba» so echt spanisch zu, dass nach dem Schlusstakt aus den Kirchenbänken ein kräftiges «Olé» aufsteigt. Ganz anders das schweizerdeutsche Liebeslied «Du frogsch mi, wär i bi», das die souveräne Chorleiterin Helene Gunti mit einem Schwyzerörgeli-Vorspiel zum Solopart von Rosmarie Wepfer überleitet. Für den Takt sorgt verblüffend der Beatboxer Denis Barriopedro, bis die Sängerin am Ende die Frage des Lieds beantwortet: «Jetz weiss i, wär i bi, jetz weiss i, was i cha. I gib mi ganz so, wieni bi, i glaub, du nimmsch mi aa.»
Soli und Boys an Piano und Schlagzeug
Auch dieses Jahr haben sich fünf Damen von «Vocabella» für einen Solopart motivieren lassen. Das kommt im Publikum gut an, besonders, wenn wie bei Sophie Ernsts «Boy from New York City» noch eine Prise Humor mitschwingt. Die Solistin besingt nicht nur die Vorzüge dieses Boys, sondern auch die von Patric Diriwächter am Piano und von Dionys Müller am Schlagzeug. Packend von piano bis fortissimo ist das «Halleluja», gesungen von Angela Koch, während Bärbel Bretscher in den Country-Pop-Song «Let your Love flow» auch noch das «Bett im Kornfeld», die deutsche Version, hineinstellt. Stimmgewaltig dann Violanta Vögtli mit Lebensproblemen in «Blues and Trouble» und mit einem Touch von Mahalia Jackson im Gospel «I love to praise His Holy Name». Letzterer passt wunderbar zur Inschrift hinter ihr: «Jesus Christus gestern und heute und derselbe in Ewigkeit». Genauso besinnlich endet das Konzert mit dem Kanon «Tout se tait», wo nach Erlöschen von Kerzen und Stimmen das Publikum die Kirche mit dem angestrebten Lächeln im Gesicht verlässt.
«Vocabella» dreht Licht und Ton nochmals auf am: 10. 11., 19.00 Uhr, Kirche Hochwald, 11. 11., 17.00 Uhr, Kirche Kleinlützel, 16. 11., 19.00 Uhr, Stadtkirche Liestal, 18. 11., 17.00 Uhr, kath. Kirche Breitenbach.