EHC Laufen ging die Puste aus

Am Donnerstag verpasste der EHC Laufen auswärts die Viertelfinalqualifikation. Im entscheidenden dritten Spiel ging den Laufentalern vor eigenem Anhang die Puste aus und die 2:7-Niederlage bedeutet Saisonende!

Übersicht verloren: Laufen verlor kurz vor Ende des zweiten Spiels die Übersicht und muss die Saison beenden.  Foto: eh-press
Übersicht verloren: Laufen verlor kurz vor Ende des zweiten Spiels die Übersicht und muss die Saison beenden. Foto: eh-press

Mit dem Bonus des 7:3-Heimsieges gegen Freimettigen im ersten Playoff-Match reiste die Mannschaft von Trainer Christof Amsler vor einer Woche nach Wichtrach. Mit dem zweiten Erfolg wollten sich die Laufentaler für die Viertelfinals qualifizieren. Die Berner waren angesichts der Ausgangslage initiativer als noch in Laufen, fanden aber kein Rezept gegen die gut stehenden Laufner. Allerdings bekundete Laufen vor allem im Powerplay grosse Probleme. Die Partie wurde je länger je zerfahrener. Mit einem Schlenzer aus dem Anspielkreis brachte Alain Willemin sein Team eher glücklich in Führung. Freimettigen machte jetzt zwar mehr, kam zu Druckphasen, doch Laufen wehrte sich erfolgreich. Kurz vor Drittelende setzten die gelbblauen Gäste dann gar noch einen drauf. Captain Stefan Keller erhöhte auf Zuspiel von Patrick Willemin auf 2:0. War es das schon? Die Berner schöpften dank eines schnellen Tores im Mitteldrittel Hoffnung. Die Laufner waren nun etwas von der Rolle. So führten zwei schon fast unglaubliche Fehler zum 3:2 für das Heimteam. Jetzt war Freimettigen im Schlussdrittel zu favorisieren. Doch wieder änderte sich das Spiel überraschenderweise. Laufen begann wieder druckvoll und überzeugend im Stile des ersten Spieles. Innert einer Minute kehrten Jason Kambouris und Pascal Glanzmann das Resultat. Die Berner schienen jetzt angezählt. Das Offenspiel funktionierte nicht mehr. Dann brachte sich Laufen selbst um die Früchte. Zuerst führte ein Powerplay auf unglückliche Art und Weise zum Ausgleich und dann sorgte ein Aussetzer von Simon Fässler (er holte sich in Unterzahl durch eine unnötige Aktion eine Matchstrafe) für die Wende. Laufen rettete sich zwar noch in die Overtime, doch bei drei gegen vier Spieler und nach einem weiteren unnötigen Foul (Fabian Burkhalter) in doppelter Unterzahl spielend hatte das Heimteam leichtes Spiel. Die 4:5 Niederlage sorgte für ein drittes Spiel.

Der dritte und entscheidende Match wurde dann zu einer Enttäuschung für die Laufner und ihre Anhänger. Mit nur noch 13 Feldspielern antretend, versuchte man trotzdem mit hohem Tempo das Führungstor zu erzielen. Chancen waren da, doch jubeln durften die Gäste. 37 Sekunden vor Drittelende das 0:1 und nach 167 Sekunden im Mitteldrittel das 0:2 – das wars. Laufen gab zwar nicht auf, stand trotz weiteren Tiefschlägen immer wieder auf. Beim Stand von 0:3 traf Adrian Laubacher zum 1:3. Es dauerte aber keine Minute und die Gäste schlugen zurück. Eine weitere Minute später sorgte Alain Willemin mit dem 2:4 für erneute Hoffnung. Doch wiederum kam der erneute Hammer der Gäste mit dem fünften Treffer. Der Rest war dann nur noch Zugabe. Dass Laufen alles versuchte, bewiesen das frühe Timeout und die Aktion vor dem siebten Gegentreffer. Trainer Amsler wollte ein allerletztes Zeichen setzen und ersetzte Goalie Michi Strasser durch einen sechsten Feldspieler. Die Verzweiflungsaktion (bei 2:6) blieb unbelohnt. Die Saison endete, wie sie in der Vorrunde lief. Zu viele Absenzen verhinderten ein besseres Abschneiden. Die entscheidende Phase in den Achtelfinals waren jedoch die letzten fünf Minuten in Wichtrach.