Die Kleinen auf Besuch
An ihrem Konzert mit heiteren Tänzen aus Mähren und Böhmen liess die Musikgesellschaft Fehren die Beginners Band 2 der Musikschule Laufental-Thierstein auftreten.

Früh übt sich, wer ein Meister werden will» ist in der Musikschule Laufental-Thierstein oberstes Gebot. Sieben Mädchen und zehn Knaben im Alter von zehn Jahren traten in der Kirche Fehren auf und lieferten eine veritable Kostprobe ihres Könnens. «Jetzt löh mir los im nöie Johr», lautete treffsicher eines ihrer Stücke, das sie beschwingt und ohne Hemmungen vortrugen. Dirigent José Martin Blanco hatte eine Engelsgeduld mit den Kleinen, um Takt und Tonlage im Einklang zu halten. Es gelang ihm wirklich gut, das Publikum freute sich mächtig am unbeschwerten Musizieren.
Die Melodien wurden von den Kindern angesagt: «Ich heisse Julia, spiele Querflöte und wir tragen euch Schneemann in der Sonne vor». Drei Buben am Saxophon legten sich mächtig ins Zeug und behandelten ihre Instrumente wie ausgebuffte Profis. «Wir haben guten und genügenden Nachwuchs», erklärte Blanco. Ziel sei es, die Kinder so zu schulen, dass sie in einer Jugendband oder in einem Musikverein unterkommen.
Aus Böhmen und Mähren stammten die Melodien, die die Musikgesellschaft Fehren im anschliessenden Konzert vortrugen. Auftakt machte der bekannte Marsch «Andulka», der schmissig daherkam und die Gäste in beste Laune versetzte. Mit dem Strassenfeger «Aus Böhmen kommt die Musik» sangen sich die beiden Schwestern Kathrin Hänggi und Natalia Hofer in die Herzen der Zuschauer, die frenetisch klatschten. Dirigent Roland Gut, ein Freund und Kenner von Tschechien, liess nicht locker, bis die Damen am Schluss des Konzerts das Lied noch einmal sangen.
Böhmen ist ein gutes Pflaster für die Blasmusik. Der Walzer «Dort tief im Böhmerwald» reihte sich würdig in seine schnittigen Vorgänger und gab beste Tanzmusik ab. Dirigent Roland Gut liess sich es nicht nehmen, selbst eine mährische Polka zu schreiben und sie mit seinem Ensemble vorzutragen. Mit Herzblut und persönlichem Einsatz brachte er seine Mannschaft zu Höchstleistungen. Aus seiner Feder stammte auch der gemütliche Walzer «E Überzwärche», der zur rasenden Schnellpolka auswuchs.
Nach herzlichem Beifall spielte das Orchester die Weise «Dona Nobis Pacem» und liess das Konzert feierlich ausklingen.