Die 1000er-Marke ist geknackt
Mit der Geburt von Emily Vögtli am 29. November 2025 erreichte Erschwil die Einwohnerzahl von 1000. Mit einem kleinen Apéro wurde letzten Donnerstag die runde Zahl in der Gemeindeverwaltung gefeiert.

Vor 30 Jahren lag die Einwohnerzahl von Erschwil bei 923 Personen. Im Jahr 2011 sank sie sogar auf 895 Personen und 2021 lebten 940 Personen in Erschwil. Am 29. November, etwas vor dem errechneten Geburtstermin, kam Emily Vögtli zur Welt. Zu diesem Zeitpunkt war sie die 1000. Bürgerin von Erschwil. «Besonders freut es uns, dass die 1000. Einwohnerin eine Schweizerin, eine Erschwilerin ist. Die Wurzeln ihrer Familie mütterlicherseits reichen weit in die Vergangenheit unseres Dorfes», erzählte die Gemeindepräsidentin Wally Allemann an der kleinen Willkommensfeier vom letzten Donnerstag. Tatsächlich ist Lara Vögtli, die Mutter von Emily, genauso wie ihre Eltern Sandra und Kurt Borer, in Erschwil aufgewachsen und im Dorf stark verankert. Emilys Vater, Marc Vögtli, kommt aus Dornach, lebt aber seit 2019 im Dorf und fühlt sich auch dank der Mitgliedschaft in der Guggenmusik und in der Feuerwehr gut im Dorf integriert
Knapp zwischen 999 und 1001 geboren
Emily hatte die Punktlandung ganz knapp geschafft. «Gespannt hatten wir die Bevölkerungsentwicklung beobachtet und sahen, dass die Zahl 1000 bald erreicht ist», erzählte Gemeindeverwalterin Carmen Oruc-Haberthür. Am 28. November hatte sich eine vierköpfige Familie in Erschwil angemeldet, womit die 999. Person ihren Wohnsitz im Dorf hatte. Am 1. Dezember konnte zudem eine Zuzügerin als Nummer 1001 verzeichnet werden. Der aktuelle Stand betrug am letzten Donnerstag 1008 Personen.
Wachstum ist kein Ziel
«Es ist nicht das Ziel von Erschwil, stark zu wachsen. Dafür würde uns die Infrastruktur fehlen. Trotzdem freuen wir uns, endlich die 1000er-Grenze erreicht zu haben», sagte Allemann. Sie stellt aber fest, dass in Erschwil rege gebaut wird. Das Dorf sei dank dem tiefen Landpreis attraktiv auch für Personen aus dem unteren Baselbiet, die sich den Traum vom Eigenheim hier verwirklichen können. Bauland habe es noch genug. Das Wachstum sei aber moderat. Diese Beobachtung sei auch bei der Schülerzahl festzustellen, die sich seit Jahren auf ähnlichem Niveau bewege. Seit letztem Sommer besuchen die Kinder von Beinwil die Primarschule in Erschwil, der Kindergarten wurde schon vor längerer Zeit zusammengelegt. Ab nächstem Sommer werde aus Platzgründen die 5./6. Klasse der beiden Dörfer im Schulhaus in Beinwil unterrichtet.