Das Schloss im Rampenlicht
Mit einer Lichtshow und imposanter Musik lassen die Zwingner 700 Jahre Schloss-Geschichte Revue passieren und setzen für die Zukunft auf mehr Nutzung der ehrwürdigen Gemäuer.

Im Turm und dem prächtigen Festsaal «feiern wie die Fürsten» oder in der wunderschön hergerichteten Kapelle und der edlen Gartenanlage eine «Hochzeit wie im Märchen» geniessen. Damit wirbt der Schlossverein, der zusammen mit der Gemeinde die Bevölkerung einlud, 700 Jahre Schloss Zwingen zu feiern. Mit einer gigantischen Lichtshow und imposanten Musikklängen von besinnlich romantisch über dröhnend bis dramatisch führte man den zahlreich erschienenen Gästen die Geschichte des nationalen Kulturgutes auf sehr eindrückliche Art vor Augen. Abgerundet wurde das Verwöhnprogramm mit reich gedeckten Apéro-Tischen und festlichen Klängen der Brassband.
«Das Schloss Zwingen ist eine eindrückliche, einmalige Wasserburg, die auf den Felsbänken von zwei natürlichen Birsinseln errichtet wurde», erfahren die Gäste vom Präsidenten des Schlossvereins, Markus Jermann. Er und Gastreferent Werber Galluser erläutern in der Schlosskapelle die wichtigsten Eckpunkte des Schlosses, das 1792 zum Nationalgut erklärt wurde. Wehrmässig ist es so gut angelegt, dass es im Verlaufe der Geschichte nie zu einer Eroberung kam.
Der Kernbau entstand 1248 und drei Brücken bilden noch heute die Verbindung. Die Holzbrücke aus dem Jahre 1472 ist die einzig verbliebene Holzbrücke im Birstal. Im Zentrum stand das Wirtschaftsgebäude (heutiger Verwaltungsbau), von dem aber nur noch die 1609 errichtete Scheune in der Südwestecke der Schlossanlage, original ist. Die Papierfabrik hatte beim Kauf des Schlossareals 1913 das Ökonomiegebäude abgerissen und den Neubau auf die Bedürfnisse eines Industriebetriebes ausgelegt.
«Don Quixote»
Der Ortsname Zwingen steht in direkter Verbindung zum Schloss, das im Jahr 1312 zum ersten Mal erwähnt wurde. Bewohnt wurde es von den Ramsteinern, die ursprünglich aus Brislach stammen und geadelt wurden. Die Ramsteiner sind auch in die Weltliteratur eingegangen, hebt der Schlossverein hervor. Im Turnier von Basel besiegte Edelknecht Heinrich 1428 den spanischen Ritter Merlo. Das dient dem Dichter Cervantes als Grundlage für sein Hauptwerk «Don Quixote».
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