Birs-Fische bleiben über Jahrzehnte vergiftet
Ob Umweltsünder weiterhin gefährliche Chemikalien in die Birs leiten, ist unklar. Der Kanton Jura setzt seine jahrelange Suche fort.

Ob noch immer jemand hochgiftiges PCB (Polychlorierte Biphenyle) in die Birs leite, wisse man noch nicht, sagt Jacques Gerber, Leiter des Amtes für Umwelt des Kantons Jura. Im Frühling hatte sein Amt nach jahrelanger Suche herausgefunden, dass vonRoll in Choindez das Gift PCB in die Birs leitete. PCB ist hochgiftig und in der Schweiz seit den 1980er- Jahren verboten. Es wurde in Transformatoren, in Hydraulikanlagen und als Weichmacher in Lacken verwendet. PCB reichert sich im Körper an und kann eine Reihe von Krankheiten auslösen, die von Leber- bis zu Hodenschäden reicht. Babys nehmen PCB mit der Muttermilch auf.
Nachdem das jurassische Amt für Umwelt herausgefunden hatte, dass das Abwasser der vonRoll in Choindez mit PCB verseucht ist, habe die Fabrik innerhalb von zwei Tagen die Ableitung des Abwassers stoppen können, erklärt Gerber. Seither sammelt sie das Abwasser auf dem Gelände. Erst wenn sie nachweisen könne, dass sie das PCB-Problem gelöst habe und ihr Abwasser frei davon sei, erhalte sie die Bewilligung, das gereinigte Abwasser wieder in die Birs zu leiten, so Gerber.
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