Breitenbach
08.05.2019

Gedankenaustausch unter Freunden

<em>«Ohne Euch wäre die Welt halb so schön»: </em>(v.l.) Markus Würsch mit seinen Vorstandskollegen: Dieter Bienek, Christoph Merckx, Melanie Schneider, Willi Spaar.<em>Foto: Bea Asper</em>

«Ohne Euch wäre die Welt halb so schön»: (v.l.) Markus Würsch mit seinen Vorstandskollegen: Dieter Bienek, Christoph Merckx, Melanie Schneider, Willi Spaar.Foto: Bea Asper

Bea Asper

Wenn der Gewerbeverein Lüseltal zu seiner Generalversammlung einlädt, ist der Saal im Restaurant s’Zäni bis auf den letzten Platz besetzt. Die lebhaften Ausführungen des Präsidenten sind legendär, hoch angesetzt sind die Erwartungen – und Markus Würsch übertraf sie. «Ja, die Welt verändert sich rasend schnell und die Machthaber dieser Welt machen alles, dass es uns nicht langweilig wird. Sie halten das Karussell am Laufen und manchmal kommt es mir vor, als ob der Zeremonienmeister immer mehr die Geschwindigkeit erhöht und dabei höhnisch lacht», resümierte er in seinem Jahresbericht. «Ich bin der Meinung, dass die Beziehung zu unseren Liebsten sowie das Netz von Freunden das Fundament des Glücks bildet.» Wobei «das Wesen eines Menschen vom Einfluss guter und schlechter Freunde abhängt.» Als Ausgleich zum hektischen Geschäftsalltag rief der Gewerbepräsident auf, Mut zur Gelassenheit zu haben: «Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.» Ausserdem wüssten Schildkröten Ausführlicheres zu berichten über ihren Weg als Hasen. Das Leben aus einer anderen Perspektive betrachtet, teilte Würsch die Auffassung: «Es gibt zwei Tage im Leben, an denen man nichts tun kann: Der eine ist gestern, der andere morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, zum Glauben und zum Leben ist.» Ein Hoch sprach Würsch auf die Gemeinschaft aus und erinnerte daran: «Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.» Der gemeinsame Ausflug der Gewerbevereine Lüsseltal und Gilgenberg – organisiert von Willi Spaar – war denn einmal mehr ein Highlight, schwärmte Würsch. «Man bekam Einblick in die teure Welt der Flugzeugwartungen bei der SR Technics auf dem Flughafen Zürich.» Verblüffendes trat zutage: «Eine Turbine muss nach sechs Jahren total überarbeitet werden. Kostenpunkt: 16 Millionen Franken. Leasing ist hoch angesagt im Flugbusiness. Man fragt sich, wie das Billigfliegen möglich sein soll. Denn ein Flugzeug kostet am Tag 30000 Franken», gab Würsch zu bedenken

Auf Anhieb ein Erfolg ist der neu lancierte Berufsinfoabend, den der Gewerbeverein in Zusammenarbeit mit der Schule durchführte., «Ich bin davon überzeugt, dass dieser Anlass zukunftsweisend ist», meinte Würsch und vergoldete es in gewohnter Manier mit seinem Humor: «Die meisten Leute werden einmal das, was sie später sind.» Zur Begleitung der Auszubildenden gab Würsch den Gewerbetreibenden mit auf den Weg: «Denkt daran, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, – die sind alle noch oben.» Würsch zählt 15 Jahre Präsidentschaft und nahm die Gelegenheit zum Anlass, sich bei den Akteuren des Gewerbevereins zu bedanken: «Ohne Euch wäre die Welt halb so schön und ich wäre einfach nur ein Jahr älter geworden.» Der Vorstand sei daran, verschiedene Projekte zu besprechen, man möchte das Networking fördern und lädt künftig sporadisch zum Gedankenaustausch bei einem Gratisznüni ein. Ausserdem startet man zur Organisation der nächsten Gewerbeausstellung (GAB) im Jahr 2021. Dazu sucht man nun neue OK-Mitglieder.

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