Breitenbach
08.05.2019

Erfreulicher Start des Forstbetriebs Schwarzbubenland

<em>Gute Stimmung: </em>Präsident Germann Wiggli (Mitte) bedankt sich bei Betriebsleiter Christoph Gubler und seinem Team für den grossen Einsatz nach der Fusion. Am Tisch v.l. Rosi Wohlgemuth (Aktuarin) und Jeannette Itin (Verwaltung) Foto: Roland Bürki

Gute Stimmung: Präsident Germann Wiggli (Mitte) bedankt sich bei Betriebsleiter Christoph Gubler und seinem Team für den grossen Einsatz nach der Fusion. Am Tisch v.l. Rosi Wohlgemuth (Aktuarin) und Jeannette Itin (Verwaltung) Foto: Roland Bürki

Die Delegierten des neuen Zweckverbandes Forstbetrieb Schwarzbubenland konnten ein durchwegs positives Bild über dessen erstes Betriebsjahr mit nach Hause nehmen. So schloss die Rechnung 2018 des vereinigten Forstbetriebs rund 195000 Franken besser als budgetiert ab.

Roland Bürki

Wir können Ihnen ein tolles Resultat präsentieren», freute sich Germann Wiggli, Präsident des am 10. Januar 2018 gegründeten Zweckverbands Forstbetriebs Schwarzbubenland, an der dritten Delegiertenversammlung über ein gelungenes Startjahr des aktuell grössten Forstbetriebs im Kanton Solothurn. Dieser war zum grossen Teil aus den ehemaligen Mitgliedgemeinden der Forstbetriebsgemeinschaften «Dorneckberg-Süd», «Thierstein Mitte» und «Thierstein-Süd» hervorgegangen. Seit Jahresbeginn ist nun auch Meltingen dabei, wie Wiggli an die Adresse der Gastgeber für diesen Abend lobend vermerkte. «In der aktuellen schwierigen Zeit von sinkenden Holzpreisen, ausländischen Wettbewerbsdruck und sinkenden Verarbeitungskapazitäten im Inland kann die schweizerische Forstwirtschaft nur durch eine effiziente Organisation, gemeinsame Vermarktung und Erschliessung neuer Absatzmöglichkeiten bestehen», brachte der Präsident die heutige Situation auf den Punkt. Die grossen waldbesitzenden Gemeinden im Schwarzbubenland hätten dies erkannt und sich mit der neuen Betriebsorganisation zumindest für die nächsten eine bis zwei Dekaden gerüstet. «Der Jahresumsatz und das Betriebsergebnis liegen über den Erwartungen», sprach Wiggli von «einem tollen Resultat». Dies bestätigte später Jeannette Itin von der Forstbetriebsverwaltung, als sie die Jahresrechnung 2018 mit einem Ertragsüberschuss von 224204 Franken statt der budgetierten 29958 Franken im Detail vorstellte. Die 14 anwesenden Delegierten stimmten der Jahresrechnung 2018 mit zusätzlichen Abschreibungen von 200000 Franken auf dem Verwaltungsvermögen bei zwei Enthaltungen zu.

Wahlen und spannender Jahresbericht

Mit Kantonsoberförster Rolf Manser und Peter Tanner, Kreisförster Dorneck-Thierstein, nehmen künftig statutengemäss zwei neue Gesichter als Vertreter des Staatswalds Einsatz im Forstbetrieb Schwarzbubenland. Manser als Delegierter und Tanner als einstimmig gewählter Nachfolger von Martin Roth im Vorstand. «Ich nehme diese Herausforderung gerne an», wandte sich der frühere Mechaniker und heutige Forstingenieur ETH an die Delegierten. Mit im Vorstandsboot ist neu auch der Meltinger Gemeinderat und Jurist Peter Jeger, zuständig für Wald und Umwelt, der die Delegiertenversammlung in Meltingen herzlich willkommen hiess und am Ende zusammen mit Gemeinderätin Marianne Kamber ebenso gastfreundlich bewirtete. «Am 3. Januar 2018 startete ein neu zusammengesetztes Forstbetriebsteam, das sich bis anhin noch nicht gut kannte», schilderte Förster und Betriebsleiter Christoph Gubler die ersten Tage, in welchem der Wintersturm «Burglind» die Bildung neuer Teams gleich mit harter Arbeit befeuerte. Weiter betonte er den hohen Stellenwert der Lehrlingsausbildung, legte den Finger auf den nicht mehr ganz «taufrischen Fahrzeugpark» und zeigte sich erfreut, dass sich der wichtige Bereich «Arbeit für Dritte» überraschend gut angelassen hat. Die beiden Förster und Bereichsleiter Josef Borer und Martin Bühler widmeten sich in ihren ausführlichen Berichten dem Waldbau, der Neupflanzung verschiedener Baumarten, der Biodiversität und dem förderlichen stehenden Totholz, dem besorgniserregenden Klimawandel mit Hitzewelle und Trockenheit sowie der Holznutzung, dem Holzverkauf und der forstlichen Infrastruktur.

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