Laufen/Laufental
24.04.2019

Millionär in geheimer Mission

<em>Verlobungsfeier: </em>Diener Johann Ackermann (Vince Nogués), Generaldirektor Albert Tobler (Roger Brencklé), Werbefachmann Dr. Max Hartmann (Bruno Frossard), Hilde, Tochter des Generaldirektors (Pia Frossard-Durrer), und Hausdame Pölsterli (Ruth Höfler). <em>Foto: Jürg Jeanloz</em>

Verlobungsfeier: Diener Johann Ackermann (Vince Nogués), Generaldirektor Albert Tobler (Roger Brencklé), Werbefachmann Dr. Max Hartmann (Bruno Frossard), Hilde, Tochter des Generaldirektors (Pia Frossard-Durrer), und Hausdame Pölsterli (Ruth Höfler). Foto: Jürg Jeanloz

Mit dem Stück «Zäh Tag Gratisferie» feiert die Theatergruppe Blauen ihr 30-Jahr-Jubliäum. In Anlehnung an den Klassiker «Drei Männer im Schnee» besucht Generaldirektor Albert Tobler als einfacher Gewinner eines Wettbewerbs ein Nobel-hotel, um herauszufinden, wie die Mitmenschen mit einem Nobody umgehen.

Jürg Jeanloz

Dä Ma wird nie erwachse», lästert die Hausdame Pölsterli über Generaldirektor und Hausherr Albert Tobler, der mit braunen Hosen, Hosenträgern und hohen Schuhen das Grandhotel Arosa beehren will. Man soll ihn für einen armen Schlucker halten, der im Wettbewerb (seiner eigenen Firma) zehn Tage Gratisferien gewonnen hat. Sein Diener Johann ist ebenfalls mit von der Partie, allerdings in feinem Zwirn und abends im Smoking.

Schon bei der Anmeldung geht einiges schief, denn seine Tochter Hilde versucht, dem Hoteldirektor Kühne noch einen kleinen Wink zu geben, damit ihr Vater nicht auf Cognac, frischen Orangensaft und siamesische Katze verzichten muss. Wie im richtigen Leben kommt alles anders. Die Hoteldirektion hält den zweiten Gewinner des Preisausschreibens, Dr. Max Hartmann, für den verkappten Millionär und versucht dafür alles, den reichen Generaldirektor hinauszuekeln.

In der Hotelhalle kommt es zu herrlichen Szenen, indem die Anwesenden dem Werbefachmann hofieren und sich eine Dame sogar an seine Brust schmeisst. Dafür wird der Generaldirektor in die Abstellkammer verfrachtet und zu Putz- und Botengängen verknurrt. Das Lustspiel sei genial, immer noch zeitgemäss und vielfach mit grossen Schauspielern besetzt worden, erklärt Tamara Jeisy Brodbeck, die es ausgesucht und mit ihrem dreizehnköpfigen Team bestens eingeübt hat. Das Stück sei mit Lebensweisheiten, Verwechslungen und viel Humor ausgestattet, sie habe sich sofort dafür begeistern können. Die Theatergruppe Blauen verfügt über routinierte, aber auch junge talentierte Spielerinnen und Spieler, die dem Stück Leben und Schlagfertigkeit verleihen. Originell sind die Bühnenbilder mit der guten Stube im 1. Akt und der freundlichen Hotelhalle mit Sofa, Réception und Bildern in den folgenden Akten. Nach vielen Missverständnissen und menschlichen Verirrungen endet die erheiternde Vorstellung mit Rechtfertigungen, Entschuldigungen, Versöhnung und — wie könnte es anders sein — mit einer Verlobung. Überraschungen gibt es nicht nur auf der Bühne, sondern auch an den Spieltagen mit einem Jubiläums-Bhaltis, einer Gratisverlosung und einem Zuschauereinsatz während der Aufführung.

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