Blauen
20.12.2017

Die Weihnachtsgeschichte von Blauen

Die Szene: Das Theater spielen zur Weihnachtszeit gehört zu den Höhepunkten für die Blauner Schulkinder. Foto: Bea Asper

Die Dorfweihnacht hat in Blauen Tradition. Letzten Freitag füllte sich die Mehrzweckhalle wieder bis auf den letzten Platz.

Bea Asper

Den Kindern fiel es leicht, die Lieder einzustudieren», berichtete die musikalische Leiterin des Musicals, Sarah Wangler. Die Kindergärtler und Primarschülerinnen hatten seit einiger Zeit fleissig geübt und der Aufführung des Musicals entgegengefiebert – am grossen Tag kamen die Lieder leicht über die Lippen und ihre Stimmen füllten den Raum und die Herzen der Zuschauer mit tiefer Freude. Die dankten es mit herzlichem Applaus – und die Kinderaugen leuchteten vor Glück.

Der Schulrat und die Schule in Blauen hatten letzten Freitag eingeladen zur Weihnachtsfeier, zum gemütlichen Beisammensein und zum Eintauchen in die wundersame Welt der Weihnachtsgeschichte. Die Dorfbevölkerung füllte die Mehrzweckhalle bis auf den letzten Platz und genoss es sichtlich, die Welt mit andern Augen zu sehen. Es ging um «Amahl und die Könige aus dem Morgenland.» Der kleine Amahl hat seinen Vater verloren, kann seine Beine nicht schmerzfrei bewegen und lebt mit seiner Mutter in ärmlichen Verhältnissen. Vor dem Einschlafen zieht es ihn aus dem Haus in die Natur. Er entdeckt am Himmel den leuchtenden Stern und spürt, das Gute ist so nah. In der Mehrzweckhalle von Blauen war es dunkel geworden, doch die Kinder wussten was zu tun ist, sie versammelten sich vor der Bühne zum Chor und sangen: «Kinder tragen Licht ins Dunkel, und ist diese Flamme auch klein, jeder flackernd frohe Schein sendet Hoffnung in die Welt, wir tragen Hoffnung in die Weihnachtswelt. Wir tragen Hoffnung in die Welt.» Durch die Zuschauerreihen wanderten kleine Lichter und am Himmel wies der hell leuchtende Stern den Weg.

Die Mutter hatte kein Gehör für Amahls Träumereien und schickte ihn zu Bett. Doch in der selben Nacht bekamen sie Besuch. Es waren gleich drei Könige, die vor der Türe standen und um ein Nachtquartier baten. Die Mutter sah die Schätze, welche die Reisenden bei sich hatten und schöpfte Hoffnung auf ein besseres Leben. Und es kam noch viel besser, als sie dachte. Vor der Bühne trafen sich wieder die Kinder und sangen das «Halleluja» in den schönsten Tönen: «Das Leuchten geht durch unsere Welt. Ein jeden es in Atem hält, so wunderschön und hoffnungsvoll es leuchtet. Ein Funkeln in der dunklen Nacht, ist, was mich leitet, was mir bracht, die Hoffnung, die ich nie zuvor erfahren.»

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