Bättwil
12.06.2019

Das OZL-Foyer glich einer Erfindermesse

<em>Tumblr Dekorationen: </em>Martina (l.) und Elvan zeigen in fünf filmischen Sequenzen (Tutorials), wie man ihre selbst kreierten, originellen Dekos herstellen kann Foto: Roland Bürki

Tumblr Dekorationen: Martina (l.) und Elvan zeigen in fünf filmischen Sequenzen (Tutorials), wie man ihre selbst kreierten, originellen Dekos herstellen kann Foto: Roland Bürki

Ein Jahr lang arbeiteten sie mit Blick auf das Abschlusszertifikat an ihren Projekten. Die Schülerinnen und Schüler der dritten Sekundar-Abschlussklassen B und E im Oberstufenzentrum Leimental (OZL) zeigten an 31 Projektständen, was sie so draufhatten.

Roland Bürki

Das grosse Foyer im OZL ähnelt an diesem Freitagabend einer Erfindermesse. Schülerinnen und Schüler der Klassen 3B1, 3B2, 3E1 und 3E2 legen kurz vor 18 Uhr letzte Hand an ihre je nach Projekt eher technisch oder künstlerisch ausgestalteten 31 Projektstände. Dies unter den Augen eines immer dichter werdenden Publikums. «Sie sind alle am Zittern, wie sie später den Besucherinnen und Besuchern ihre Projekte am besten vermitteln können», blickt Ursula Albrecht, Schul- und Projektleiterin, in ihrer Begrüssung auf die anstehenden anderthalb Präsentationsstunden. Immerhin hätten die jungen Leute allein oder im Team tatkräftig ein Jahr lang gearbeitet, um ihr ausgewähltes Themen-, Handlungs- oder Erkundungsprojekt zu einem gut bewerteten Abschluss zu bringen. Dazu gehöre neben dem Ablauf und dem Produkt eben auch die Präsentation. «Die Projektarbeit ist eines der fünf Teilzertifikate, die im Abschlusszertifikat Volksschule des Bildungsraums Nordwestschweiz (AG, BL, BS, SO) die Leistungen am Ende der Volksschulzeit noch breiter und aussagekräftiger als das Abschlusszeugnis dokumentieren sollen», so Albrecht. Mit einer von Moana und Sara in mehreren Monaten geschriebenen und einstudierten Choreografie eröffnet eine Tanzgruppe leichtfüssig und harmonisch diesen Abend der Präsentationen.

2019 mit erstaunlichen Projektarbeiten

Vor den einzelnen Ständen bilden sich je nach Präferenz grosse Menschentrauben, welche eifrig Fragen stellen oder den Projektverlauf im aufliegenden, fein säuberlich dokumentierten Projektbeschrieb nachlesen. So etwa über die Suche nach dem Thema, über Schwierigkeiten oder über fremde Unterstützung. Bei Ylber aus der Klasse 3E2 beispielweise hat Grossvater Albert Brodmann mitgeholfen, dass aus Restholz, Kalkstein und Metallteilen ein wunderbares, grosses Vogelbad mit Bassin, Metallvögeln und kühnen hölzernen Alpinisten entstanden ist. Janis und Nico erfahren am Ende des Abends, dass Handwerk goldenen Boden hat: Ihr aus einem Ölfass entstandener, funktionsfähiger Holzkohlengrill erhält am Ende gar die meisten Stimmen für den Publikumspreis. Etwas gegen Grill- und anderen Rauch haben aber die für die Natur unverzichtbaren Bienen. In deren Leben und Wirken haben sich Aniken und Yannick vertieft und präsentieren stolz Honig aus ihrer einjährigen Imkerei. Viel Kopfarbeit steht hinter den Projekten von Cédric und Conor. Ein ganzes Jahr hat der stark an Politik interessierte Cédric aufgewendet, um eine spannend über Schweizer Politik informierende Website zu entwickeln, während Conor in zehn Monaten ein Buch in englischer Sprache geschrieben hat. «The neverending Nightmare» beschreibt die Albträume des jungen Martin, die ihn in Gestalt schwarz gekleideter Männer verfolgen. Ein Albtraum für den Wochenblatt-Mann ist hingegen der Zeilenmangel für die Würdigung aller dieser tollen Projekte. Klassenlehrerin Andrea Rubin, die sich am Stand von Aischa und Alessia Tipps aus deren Make-up-Book zeigen lässt, bringt es auf den Punkt: «Die Projektarbeiten der 9. Klassen sind dieses Jahr besonders gut herausgekommen.»

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