Breitenbach
03.04.2019

Wo Zukunft entsteht

<em>Konzentration: </em>Alex Jeker, Inhaber der Büsseracher Firma Alex Jeker Bedachungen, und der Breitenbacher Schüler Yanis Emre stellen sich gegenseitig vor.<em/>Fotos: Gini Minonzio

Konzentration: Alex Jeker, Inhaber der Büsseracher Firma Alex Jeker Bedachungen, und der Breitenbacher Schüler Yanis Emre stellen sich gegenseitig vor.Fotos: Gini Minonzio

Wenn Gewerbevereine, Schulen und Jugendliche zusammenspannen, entsteht Zukunft. Der erste Berufsinfoabend war ein grosser Erfolg.

Gini Minonzio

Alle, die im Thierstein in die Schule gehen, sollen auch hier ihre Lehre machen können», rief Markus Würsch, Präsident des Gewerbevereins Lüsseltal, den rund 150 anwesenden Firmeninhaberinnen, Lehrmeistern, Politikerinnen und Lehrern zu. Letzte Woche fand in Breitenbach der erste Berufsinfoabend der Region statt. In kurzen, gut vorbereiteten Gesprächen konnten sich Firmen und Jugendliche gegenseitig vorstellen. Mitmachen durften 90 Jugendliche der 8. Klassen der Schulen Gilgenberg und der Kreisschule Thierstein West. Bei den Firmen machten mehr als 60 Mitglieder der Gewerbevereine Gilgenberg und Lüsseltal mit.

Firmen und Jugendliche sind voll dabei

Der Solothurner Regierungsrat Remo Ankli lobte in seiner Rede den Anlass. Für den Kanton sei es wichtig, dass mindestens 95 Prozent der Jugendlichen einen Abschluss der Sekundarstufe II machen. Dieses Ziel sei bei den Jugendlichen mit Migrationshintergrund noch nicht erreicht. Ankli sprach auch davon, dass der Abend ein guter Start sein könne, um das innere Feuer und den Berufsstolz weiterzugeben.

In diesem Punkt musste man sich keine Sorgen machen. Sowohl die Arbeitgeber als auch die Jugendlichen sprühten vor Energie. Etliche Firmen waren mit bis zu fünf Personen anwesend. Und auch die Jugendlichen waren konzentriert und ernsthaft bei der Sache. Viele waren vorgängig beim Coiffeur, alle hatten sich Gedanken über die Kleidung gemacht. Und natürlich hatten sie sich auf die Gespräche vorbereitet und Bewerbungsdossiers verfasst, die sie abgeben konnten. Alle Jugendlichen konnten mit zwei bis vier Firmen sprechen. Die Breitenbacher Schülerin Diana Hänggi hat sich bei ihrem Berufswunsch noch nicht definitiv festgelegt. Deshalb war sie froh, mit Ausbildnerinnen im Bereich Floristin, Fachfrau Kleinkinderbetreuerin oder Fachfrau Detailhandel sprechen zu können. «Es ist einfach schön, dass wir ernsthaft üben können. Klar konnte man das auch in der Schule üben, aber das ist nicht das Gleiche. Hier können wir uns richtig gut auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten», erklärte Hänggi. Dabei strahlte sie so sehr und zeigte eine solche Entschlusskraft, dass man sich um sie keine Sorgen zu machen braucht.

Lernt man seine Lehrfirma kennen?

Auch bei den Gewerbetreibenden ist der Abend gut angekommen. Geschäftsführerin Rosi Wohlgemuth hatte gleich vier Mitglieder des Firmenteams Wohlgemuth Dach AG mitgenommen. Sie findet den Austausch zwischen Gewerbetreibenden und Lehrpersonen enorm wichtig. Doch vor allem gehe es um die Jugendlichen. «Für uns ist es ein erstes Kennenlernen. Vielleicht können wir jemandem eine Schnupperlehre und dann eine Lehre anbieten», so Wohlgemuth.

«Wie es nach diesem ersten Kontakt weitergeht, überlassen wir den Jugendlichen und den Firmen», betonte der Schulleiter der Oberstufe Breitenbach, Markus Mayer. Er ist positiv überrascht von den vielen aufbauenden Reaktionen. Nächstes Jahr möchte er den Anlass wiederholen. Dann möchte er mehr Berufe anbieten können. Denn letzte Woche waren 60 von 115 möglichen Berufen vertreten.

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