Thierstein
16.01.2019

Ins neue Jahr mit Kirche und Einwohnergemeinde

<em>Neujahrstag und Hochfest der Gottesmutter Maria: </em>Sie soll die Menschen mit ihrem vorbildlichen Ja zu Gott durch das Jahr 2019 geleiten. Foto: Roland Bürki

Neujahrstag und Hochfest der Gottesmutter Maria: Sie soll die Menschen mit ihrem vorbildlichen Ja zu Gott durch das Jahr 2019 geleiten. Foto: Roland Bürki

Der Neujahrsapéro der Einwohnergemeinde Breitenbach gibt Neuzuzügern und Alteingesessenen Gelegenheit, sich auszutauschen, anzustossen, sich aber auch auf die Neujahrsbotschaften von Kirche und Gemeinde einzulassen.

Roland Bürki

Zeige uns den Weg» sang der Kirchenchor Breitenbach unter Leitung von Isidor Lombriser, einfühlsam begleitet von Gregor Düblin an der Querflöte und Gerhard Förster an der Orgel. Pfarrer Markus Fellmann nutzte die Messe vor dem nachfolgenden Apéro der Einwohnergemeinde, um den versammelten Gläubigen am Beispiel der Gottesmutter Maria den Weg zur Freundschaft Gottes aufzuzeigen. «Sie bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach», erinnerte der Pfarrer an eine Mutter, die aus Erfahrung mit viel Kopfarbeit, Herz, Zuversicht und Hoffnung eine freundschaftliche Beziehung zu Gott anstrebte. «Lassen wir Gott im kommenden Jahr ebenso an unserem Leben mit all den guten Vorsätzen und enttäuschenden Rückschlägen im Gebet teilhaben», riet der Priester, «mit Gott fang an, mit Gott hör auf!»

Maria werde uns bestimmt zeigen, dass sich dies auch wirklich lohnt. Der von den beiden Solisten nach der Eucharistiefeier virtuos an Querflöte und Klavier interpretierte «Ungarische Tanz» von Wilhelm Popp beflügelte die Gläubigen sichtlich, beim anschliessenden Neujahrsapéro ihre Neujahrswünsche auszutauschen. In seiner Begrüssung wandte sich Gemeindepräsident Dieter Künzli speziell an die neu zugezogenen Personen: «Ich hoffe, dass Sie hier rasch Freunde finden und unser Dorf so rasch zu Ihrer Heimat wird.» In einem kurzen Rückblick auf 2018 zählte der Gemeindepräsident zu den wichtigsten Entscheidungen die weitere Mitgliedschaft beim Forum Schwarzbubenland, die weit fortgeschrittene Ortsplanungsrevision und die Ausstattung der Gemeindeliegenschaften mit einer neuen Schliessanlage.

Rückkehr zur alten Finanzkraft

Die wichtigsten sichtbaren Veränderungen im letzten Jahr ortete Künzli im Baufortschritt der Schulhäuser, in der Eröffnung von Coop und Raiffeisenbank und bei den beendigten Hauptarbeiten an der Fehrenstrasse. «Uns geht die Arbeit aber nicht aus», blickte er auf die Fertigstellung der Fehrenstrasse, die Vorbereitungen für die Totalsanierung der Passwangstrasse, die Einweihung der neuen Schulhäuser und die Bemühungen um eine Rückkehr zur alten Finanzkraft. Der Gemeindepräsident wandte sich dabei gegen Theorien und Ideologien und meinte: «Bewahren Sie Ihre Zweifel und haben Sie den Mut, diese auch zu äussern.» Der Gemeinderat diskutiere deswegen oft hart und lang: «Aber wir wollen verstehen, bevor wir entscheiden.» Künzli zitierte dazu den Physik-Nobelpreisträger Richard Feynman, der sagte: «Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel und Fragen lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen.» Beste Unterhaltung mit einem Strauss schöner Neujahrsmelodien zum Apéro bot die Laufner Sängerin Ida-Lin Hübscher, die am Heiligen Abend bei SRF 1 zu sehen war.

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