Laufen/Laufental
16.01.2019

Eine festliche Mischung aus Hymnen und Gassenhauern

<em>Weihnachtsstimmung im Brass-Stil: </em>Die Fraktion der tiefen Töne zeigte in der katholischen Kirche ihr Können. Foto: Jürg jeanloz

Weihnachtsstimmung im Brass-Stil: Die Fraktion der tiefen Töne zeigte in der katholischen Kirche ihr Können. Foto: Jürg jeanloz

Von «Jingle Bells» bis «O du fröhliche»: Mit modernen und traditionellen Songs zauberte der Musikverein Brass Band Liesberg Weihnachtsstimmung in die katholische Kirche.

Jürg Jeanloz

Ihr Kinderlein kommet» war ein schicklicher Auftritt von zwei Mädchen und sechs Buben, die sich vor ihrer Dirigentin Silvia Steiner artig aufstellten und das Stück mit viel Einsatz vortrugen. Dass ihnen Weihnachten am Herzen lag, bewiesen sie auch mit den Vorträgen «Alle Jahre wieder» und «Kling, Glöckchen, klingelingeling». Mamis, Papis und andere Angehörige waren begeistert und klatschten frenetisch ihren Lieben zu.

Ein Auftakt nach Mass, der Konzertabend mit der Brass Band Liesberg nahm so richtig Fahrt auf. Rassig und beschwingt kam «The Bells of Christmas» daher, ein erfrischender Konzertmarsch mit herrlichem Zusammenspiel von Cornet und Posaune. Noch fetziger liess das Ensemble den Negro Spiritual «Moses, get down!» folgen, den die gewandte Moderatorin Charlotte Kübler als Rockarrangement mit besonderem Sound bezeichnete.

Eindrücklich gestaltete sich der grosse Auftritt von Marco Franz, der mit seiner Posaune dem Welthit «The Wind Beneath My Wings» eine innige musikalische Note verlieh. Die herrliche Ballade verzückte die Zuhörerschaft und liess sie die Weihnachtszeit so richtig erleben. Dass Dirigent Thomas Scherrer und seine engsten Getreuen ein gutes Händchen für das Programm hatten, bewiesen sie mit der vielfältigen Auswahl der Stücke. Poppig, lebhaft und würdevoll, von allem hatte es etwas dabei.

Mit Herzblut setzte Thomas Scherrer die verschiedenen Register ein und gab den Stücken Leben und Ausdruckskraft. So gefiel auch ein fetziger Gospel, der einst das Schicksal der ehemaligen Sklaven in Amerika erträglich zu machen versuchte.Nach einem wunderschönen Cornet-Solo von Silvia Steiner, die Variationen zu christlichen Hymnen feierlich und gefühlsbetont vortrug, durften die Gäste den Gassenhauer «Mistletoe and Wine» (Mistelzweig und Wein) von Cliff Richard entgegennehmen.

Das englische Weihnachtslied ging um die ganze Welt und war Symbol für eine verträumte Weihnachtsfeier. Ebenso verträumt und andachtsvoll endete der Sonntagabend mit «O du fröhliche».

Die Brüder und Cornettisten Peter und Andreas Widmer liessen es sich nicht nehmen, von der Empore dem beliebten Weihnachtslied einen besonderen Charme zu verleihen. Mit «Stille Nacht, heilige Nacht» und anschliessendem langem Applaus verabschiedete sich das rührige Ensemble.

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