Thierstein
29.11.2018

«Malen ist Herzenssprache»

<em>«Herbstlich»: </em>So lautet kurz der Titel dieses von Erna Hofmann geschaffenen Bildes in Acryl, das den farbigen Herbst so ausdrucksvoll mit dem Betrachter sprechen lässt.Foto: Roland Bürki

«Herbstlich»: So lautet kurz der Titel dieses von Erna Hofmann geschaffenen Bildes in Acryl, das den farbigen Herbst so ausdrucksvoll mit dem Betrachter sprechen lässt.Foto: Roland Bürki

Die Breitenbacher Malerin Erna Hofmann eröffnete letzten Sonntag anlässlich einer Vernissage im Kulturforum Bodenacker eine Ausstellung von 33 Bildern. Bilder, die den Besuchern ihr künstlerisches Schaffen der vergangenen drei Jahre eindrücklich vor Augen führen.

Roland Bürki

Ich weiss gut, dass die Musik dazu dient, zum Herzen des Menschen zu sprechen, und das versuche ich zu erreichen, wenn ich kann», schrieb einst der Komponist und Cellist Luigi Boccherini (1743–1805) einem französischen Schriftsteller. Und genau das gelang dem Streichquartett Movimento, das Erna Hofmanns Vernissage mit dem Presto aus Boccherinis «Spanish Dance» so gefühlvoll eröffnete und dafür auch herzlichen Beifall erntete. Für Gastgeber Heinz Zenhäusern, Geschäftsführer Alterszentrum und Kulturforum Bodenacker, der richtige Moment, die Vernissage-Gäste zu begrüssen und die Künstlerin vorzustellen: «Erna Hofmann, die seit 2006 in Breitenbach lebt und arbeitet, malt schon seit über 30 Jahren.» Von 1990 bis 2015 habe sie unzählige Ausbildungen bei verschiedenen Künstlern, vornehmlich aber während zwölf Jahren am Kunstforum Bregenz absolviert. Von Zenhäusern erfuhren die Gäste weiter, dass die frühere Primarlehrerin seit 2014 vollberuflich als Künstlerin arbeitet und in ihrem Atelier an der Brislachstrasse Unterricht in Zeichnen und Malen für Erwachsene erteilt. «Die Ausstellung unter dem Titel «...gezeichnet und gemalt...» soll Hofmanns Philosophie sichtbar machen, dass Linien und Flächen, also Zeichnen und Malen, zusammengehören und so dem Bild Ausdruck verleihen», so der AZB-Geschäftsführer.

Gedanken-Spaziergang durch die Ausstellung

In ihrer Begrüssung freute sich die Künstlerin sichtlich über das Interesse an ihren Bildern, wollte dann aber nicht allzu viele Worte verlieren, sondern verwies auf ihre ins Gästebuch geschriebenen Worte: «So klein bin ich, ein Sandkorn im Universum. Doch reichhaltig und wunderbar ist die kleine Welt um mich herum... Malen ist meine Herzenssprache, ich lade Sie somit herzlich ein, mit einigen meiner Werke zu sprechen auf einem Gedankenrundgang durch diese Ausstellung.» Diese Gelegenheit liessen sich die Damen und Herren nach einem Glas «Wysse» nicht entgehen und diskutierten eifrig miteinander oder konsultierten die Künstlerin etwa zum Begriff Kunst. Hofmann war da konsequent: «Es gibt die Kunst selbst und es gibt das Geschäft mit der Kunst.» Diese Aussage fand der Mann vom Wochenblatt mehr als bestätigt, als er sich dann beispielsweise von einem wunderbaren Löwenzahn-Aquarell mit Tusche, eigentlich ein Unkraut, einer eindrücklichen Acryl-Trilogie zum Leben der Menschen oder dann von «Fernweh» (Tusche) und dem Acrylbild «Weites Land» ansprechen und zu eigenen Gedanken inspirieren liess. Kein Geschäft, sondern Kunst pur.

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