Hofstetten
04.03.2020

Es werden auch wieder Plätze frei

<em>Zusammenhalt: </em>Das Gemeinschaftsgefühl und gemeinsame Aktivitäten machen aus der Tagesstätte eine Wohlfühloase Leiterin Mirjam Schnyder und Betreuerin Christine Brunner mit ihren Gästen<em>. Fotos: Bea Asper</em>
<em>Naturnah: </em>Die Oase Dorneck, Tagesstätte für Menschen mit Demenz.<em/>

Zusammenhalt: Das Gemeinschaftsgefühl und gemeinsame Aktivitäten machen aus der Tagesstätte eine Wohlfühloase Leiterin Mirjam Schnyder und Betreuerin Christine Brunner mit ihren Gästen. Fotos: Bea Asper

<em>Zusammenhalt: </em>Das Gemeinschaftsgefühl und gemeinsame Aktivitäten machen aus der Tagesstätte eine Wohlfühloase Leiterin Mirjam Schnyder und Betreuerin Christine Brunner mit ihren Gästen<em>. Fotos: Bea Asper</em>
<em>Naturnah: </em>Die Oase Dorneck, Tagesstätte für Menschen mit Demenz.<em/>

Naturnah: Die Oase Dorneck, Tagesstätte für Menschen mit Demenz.

Das neue Angebot für Menschen mit Demenz stiess im Leimental sogleich auf grosse Nachfrage.

Von: Bea Asper

Es ist eine Herzensangelegenheit», sagt Mirjam Schnyder. An schönster Wohnlage in Hofstetten hat sie aus einem Einfamilienhaus eine Tagesstätte für Menschen mit Demenz gemacht. Sie hat sich damit vor zwei Jahren den Wunsch der Eigenständigkeit erfüllt und gleichzeitig der Bevölkerung einen sozialen Dienst erwiesen. Die Auflagen zu erfüllen war kein leichtes Unterfangen, doch Beharrlichkeit führte zum Ziel.

Wenige Tage nach der angekündigten Eröffnung der Tagesstätte «Oase Dorneck» für Menschen mit Demenz war der Grossteil der Plätze belegt. Es werden aber auch immer wieder Plätze frei, sagt Schnyder auf Anfrage dieser Zeitung. «Wenn die ambulanten Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kommt es zum Übertritt in ein Heim.» Das Zuhause in gewohnter Umgebung so lange als möglich bewahren zu können ist laut Schnyders langjähriger Erfahrung im Spitex-Bereich die Variante, für die es sich zu arbeiten, betreuen und pflegen lohne. «Dies ist aber nur möglich mit sehr viel Goodwill», gibt die ausgebildete Pflegefachfrau zu bedenken. «Die Angehörigen von Menschen mit Demenz stossen nicht selten an ihre Belastungsgrenze.» Diese Situation zu entschärfen gehöre zum Konzept ihrer Tagesstätte, erklärt Schnyder. Beim Kanton Solothurn rannte sie damit offene Türen ein: Tagesstätte-Plätze waren und sind sehr gesucht. Dabei arbeiten die verschiedenen Institutionen Hand in Hand miteinander und ergänzen sich.

Die Tagesstätte Oase bietet ihren Gästen Tagesbetreuungen mit Alltagsbeschäftigungen, Gemeinschaftsgefühl, gemeinsames Kochen, Aktivierung, Gedächtnistraining und viel Bewegung an der frischen Luft. Da der kleinen Maximalzahl von sechs Gästen zwei Betreuerinnen zur Seite stehen, ist es möglich, auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen. Je nach Bewegungsbedarf gibt es ausgedehnte Spaziergänge. Die wunderschöne Landschaft von Hofstetten ist der perfekte Ort dazu und sie war ein wichtiges Kriterium bei der Standortwahl. Schnyder war vorher im Oberbaselbiet tätig – im Leitungsbereich der Spitex. Doch auch die persönliche Verbundenheit führte sie zurück ins Leimental. «Ich bin in Therwil aufgewachsen und ich habe hier meinen Familien- und Freundeskreis», erzählt die 51-jährige Powerfrau. Für sie stand von Anfang an klar, dass sie ihr Angebot der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen möchte. «Ich halte mich an die Tarifvorgaben des Kantons. Demnach betragen die Tagespauschalen 125 Franken. Nach den möglichen Abzügen stelle ich den Gästen noch maximal 71 Franken in Rechnung.» Die aufwendigen Abrechnungen mit den Krankenkassen und der öffentlichen Hand für die Gäste zu erledigen sei Bestandteil des Angebots. Dank einer grosszügigen Unterstützung durch die «Jacqueline Spengler»-Stiftung verfügen Schnyder und ihr Betreuungsteam nun auch über ein Fahrzeug, mit dem sie die Gäste zu Hause abholen und am Abend heimfahren können.

Die Tagesstätte ist an den Werktagen von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

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