Dornach Gempen Hochwald
24.11.2021

«Die Krise als Chance nutzen» — und dies unter neuem Namen

Der Vorstand des Verbands Gastro Schwarzbubenland: (vl.) Denis Barriopedo, Vizepräsident; Roger Henz, Präsident; Ueli Eisenhut, Sekretär und Kassier. Foto: Bea Asper

Der Vorstand des Verbands Gastro Schwarzbubenland: (vl.) Denis Barriopedo, Vizepräsident; Roger Henz, Präsident; Ueli Eisenhut, Sekretär und Kassier. Foto: Bea Asper

Der Wirteverein Schwarzbubenland reagiert auf die schweren Zeiten mit neuen Angeboten — unter anderem mit der Kulinarik-Wanderung.

Von: Bea Asper

«Bisher konnten die allermeisten Gastrobetriebe durchhalten», sagte Roger Henz, Präsident des Verbandes Gastro Schwarzbubenland. Doch die grösste Krise in der Geschichte der Gastronomie sei noch nicht vorbei, waren sich die Wirte an ihrer Generalversammlung vom Montagabend im Schlosshof Dornach einig. «Wir hatten in den letzten 22 Monaten 21 Schutzkonzepte umzusetzen und mussten uns mit einer vom Staat verordneten Schliessung der Restaurants zurecht finden, deren Ende immer wieder hinausgezögert wurde», resümierte Henz. «Und die Auszahlung der versprochenen Härtefallgelder — zwölf Prozent des Umsatzes — innert nützlicher Frist mussten wir uns erstreiten.»

Der Kampf gehe weiter, meinte Gastredner Peter Oesch. Er präsidiert den Kantonalverband Gastro Solothurn und setzt sich derzeit gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik dafür ein, dass weitere Gelder fliessen, um die Wirte für die neusten Umsatzeinbussen zu entschädigen. Mit den Zugangsbeschränkungen, welche das Zertifikat verursache, müsse der Staat Verantwortung übernehmen und eine Lösung finden. Bisher sei man mit dem Regierungsrat noch nicht in einen konstruktiven Dialog gekommen, räumte Oesch gegenüber dieser Zeitung ein. «Doch wir bleiben dran», betonte er. Trotz aller Schwierigkeiten herrschte am Montagabend an der Generalversammlung Aufbruchstimmung. Man konnte einige Mitglieder für ihren unermüdlichen Einsatz für die Anliegen der Wirte und das Leben, das damit verbunden ist, ehren und man zeigte sich fest entschlossen, «den neuen Herausforderungen mit Flexibilität und Kreativität zu begegnen.» Die drei Vorstandsmitglieder Roger Henz, Denis Barriopedro und Ueli Eisenhut gingen mit gutem Beispiel voran. Sie hatten sich vor zwei Jahren dazu bereit erklärt, in die Bresche zu springen, in einer Zeit, in der man nicht mal ahnte, wie sich die Welt quasi über Nacht verändern würde. Doch sie begegneten der Herausforderung mit Mut. «Unser Motto: Die Krise als Chance nutzen», brachte es Eisenhut auf den Punkt. Der Vorstand schlug eine Anpassung der Statuten vor, die auch eine Namensänderung beinhaltet. Mit Applaus begrüssten die Mitglieder den aufpolierten Verein «Gastro Schwarzbubenland», der in den nächsten Wochen mit einer neuen Homepage daherkommen wird. Auf einer übersichtlichen Karte wird auch ein Porträt der Mitglieder-Betriebe zu finden sein. «Dafür kommen wir gerne bei Euch vorbei und machen Fotos», offerierte Barriopedro. Er hatte bereits anfangs der Coronakrise dafür gesorgt, dass die Take-away-Angebote der Wirte im Internet besser zur Geltung kamen und schaffte für die Konsumentinnen und Konsumenten Übersicht. Ausserdem kreierten die Vorstandsmitglieder die Kulinarik-Wanderung und sind daran, deren Möglichkeiten weiter auszubauen und über die Region hinaus zu vermarkten. Für diese Innovation erhielten sie nun auch einen Anerkennungspreis vom Tourismusverband Solothurn. Mit der Kulinarik-Wanderung schafft Gastro Schwarzbubenland für Familien, aber auch für Gruppen eine spannende Entdeckungsreise durch die Natur und die Gaststuben der Region.