Hofstetten-Flüh
22.09.2021

Talstrasse und Schulhaus im Fokus

Flüh: Beim Projekt Talstrasse geht es um die Erhöhung der Sicherheit. Foto: Bea Asper

Flüh: Beim Projekt Talstrasse geht es um die Erhöhung der Sicherheit. Foto: Bea Asper

In Hofstetten-Flüh befinden Gemeinderat und Gemeindeversammlung über grosse Vorhaben.

Von: Bea Asper

Das Amt für Verkehr und Tiefbau des Kantons stellte dem Gemeinderat von Hofstetten-Flüh in Aussicht, das Projekt Sanierung Talstrasse nun auszureifen. Der Gemeinderat bekam Einblicke in die Detailplanung und ist aufgefordert, seine Anregungen in den nächsten Wochen dem kantonalen Amt mitzuteilen. «Bei diesen baulichen Massnahmen geht es um viele Details (Fussgängerstreifen, Inseli, Markierungen, Verengungen, Radstreifen usw.), die aus dem Blickwinkel Betroffener betrachtet werden sollen. Wir haben uns entschieden, die IG Flüh mit an den Tisch einzuladen», sagte Gemeindepräsident Felix Schenker gegenüber dieser Zeitung.

IG Flüh lädt zum Herbstfest

Die IG Flüh machte sich mit den Projektdetails vertraut und sucht den Austausch mit der Einwohnerschaft. «Am Samstag 25. September von 16 bis 21 Uhr veranstaltet die IG Flüh ein Herbstfest auf dem Pausenplatz des Primarschulhauses Flüh. Alle sind herzlich eingeladen zum gemütlichen Beisammensein, Essen und Spielen. Gerne möchten wir dabei auch die Wünsche, Ideen und Anregungen der Bevölkerung aufnehmen, damit wir diese an den Gemeinderat und den Kanton weitergeben können», teilte die IG Flüh mit. Denn bei der Sanierung der Talstrasse geht es insbesondere um die Erhöhung der Sicherheit für die Kinder auf dem Weg zur Schule. Die Einwohner erhalten grundsätzlich auch später noch die Möglichkeit, Stellung zu beziehen, nämlich im Mitwirkungsverfahren. Wann genau die Pläne öffentlich aufgelegt werden, ist offen. Letztlich braucht es noch die Kreditgutsprache durch den Kantonsrat — die Kosten werden derzeit auf fünf Millionen Franken geschätzt. Baubeginn soll im Jahr 2023 sein.

Altes Schulhaus umbauen

Nägel mit Köpfen macht der Gemeinderat nun auch beim alten Schulhaus von Hofstetten. Im August hat er der Bevölkerung im Rahmen einer Ausstellung die Projekte des Wettbewerbes vorgestellt sowie den Entscheid der Jury. Jetzt startet er in die Realisierungsphase. Für die Bauvorbereitung auf der Basis des Siegerprojektes — das aber angepasst werden soll — braucht der Gemeinderat einen Kredit von 700000 Franken. Die Bevölkerung soll sich ausreichend äussern können. Deswegen möchte der Gemeinderat das Vorhaben nicht an der Budget-Versammlung im Dezember zur Sprache bringen, sondern an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung im November, erklärte Gemeindepräsident Felix Schenker.

Beim alten Schulhaus aus dem Jahr 1833 handelt es sich um eine schützenswerte Baute. Seit der Eröffnung des neuen Primarschulhauses in Hofstetten gibt es im alten Gebäude befristete Zwischennutzungen. Vor knapp zwei Jahren hatte die Gemeindeversammlung mit einem Wettbewerbsverfahren beschlossen, das Gebäude aufzuwerten. Es soll ein neues, schönes Zentrum für Gemeindeverwaltung und weitere Nutzungen entstehen. Es gab eine Bedarfsanalyse und ein Raumprogramm, wobei auch die Lokalitäten im Mammut in das Gesamtkonzept mit einbezogen wurden.