Bättwil
02.06.2021

Verständigung mit und ohne Worte

Im Parcours: Der Hund soll nicht an der Leine reissen.
Aufs Podest: Der Hund soll auch der jungen Besitzerin gehorchen.
Ein grosses Helferteam: In Bättwil fand das Hundemilitäry statt. Fotos: Bea Asper

Im Parcours: Der Hund soll nicht an der Leine reissen.

Im Parcours: Der Hund soll nicht an der Leine reissen.
Aufs Podest: Der Hund soll auch der jungen Besitzerin gehorchen.
Ein grosses Helferteam: In Bättwil fand das Hundemilitäry statt. Fotos: Bea Asper

Aufs Podest: Der Hund soll auch der jungen Besitzerin gehorchen.

Im Parcours: Der Hund soll nicht an der Leine reissen.
Aufs Podest: Der Hund soll auch der jungen Besitzerin gehorchen.
Ein grosses Helferteam: In Bättwil fand das Hundemilitäry statt. Fotos: Bea Asper

Ein grosses Helferteam: In Bättwil fand das Hundemilitäry statt. Fotos: Bea Asper

Das Hundemilitary bot den Erholungssuchenden in Bättwil eine Parade der Hunderassen. Ob kleiner oder grosser Hund: er sollte auf seinen Besitzer hören.

Von: Bea Asper

«Im Alltagstrott bewirken kleine Einfälle Grosses», lautet das Motto des Vereins Tünnel-Flitzer. Dieser lud am Sonntag in Bättwil Zwei- und Vierbeiner zu einem Anlass ein mit Spiel, Spass und Sport. Die Lockerung der Corona-Schutzmassnahmen machte die Durchführung eines Hundemilitarys wieder möglich. Die Hundebesitzer reisten aus der ganzen Schweiz an und freuten sich riesig über den gelungenen Parcours. Auf dem Spaziergang durch das Grüne an der Grenze zu Frankreich wurde an neun verschiedenen Posten das Teamwork zwischen Hund und Besitzer spielerisch auf die Probe gestellt. Die Jurymitglieder urteilten, ob die Vorgaben erfüllt wurden, gaben aber auch hilfreiche Tipps, wie die Kommunikation zwischen Mensch und Tier noch verbessert werden kann. Für die Spaziergänger, Radfahrer und Reiter, die an diesem Sonntag ebenfalls das schöne Wetter genossen, bot sich eine Parade der Hunderassen. Die Vorlieben sind sehr unterschiedlich, reichen vom Hund, der in die Handtasche passt, bis zu Tieren, welche 65 Kilogramm wiegen —und jeder Hund hat seine Eigenheiten, und die kamen an den verschiedenen Posten deutlich zum Ausdruck. Die Anforderung hingegen bleibt dieselbe: Ob kleiner oder grosser Hund, er soll nicht an der Leine ziehen, keine eigenen Ideen verfolgen und ausführen, was man von ihm verlangt. Am Hundemilitary wurde dies getestet, indem der Hund beim Slalom brav neben dem Besitzer herlaufen sollte, damit sich dieser konzentrieren konnte, den Löffel mit dem Ei zu balancieren; aber auch, indem man auf einem Podest die Pfoten des Hundes exakt platzieren kann, oder ihn dazu bringt, Gegenstände aus einem Planschbecken herauszuholen oder einen Becher vom Stehen ins Liegen zu befördern.

Für Hundebesitzer gilt aber auch: Ihr Tier sollte auf einem Spaziergang nichts Unbekanntes fressen: Die Versuchung war riesig, bei der gestellten Aufgabe führte der Weg direkt am gefüllten Hundenapf vorbei. Gefragt ist eiserne Disziplin: «Nein, ist nein.» An einem anderen Posten ging es um die nonverbale Kommunikation: Mit dem Apfel im Mund blieb dem Besitzer nichts anderes übrig, als seinen Hund über Handzeichen ins Platz zu legen. «In Alltagssituationen mit vielen Ablenkungsfaktoren ist es Gold Wert, wenn man durch Körpersprache die Aufmerksamkeit des Hundes abrufen kann», erklärt Organisatorin Sandra Kessler. Ihr Verein Tünnel-Flitzer hatte schon vor Corona einen Trend ausgemacht, «dass es nebst der Bewegung für die Beine auch die Beschäftigung für den Kopf braucht.» Im Vereinsprogramm sind deswegen nebst dem Sport (Agility) auch Kurse für den Haushund und für Spiel und Spass, bei denen es nebst dem Grundgehorsam um das Erlernen von kleinen Kunststücken geht. Am 20. Juni lädt der Verein zum Tag der offenen Türe (auf dem Hundeplatz in Ziefen).

Infos unter tünnel-flitzer.ch