Bättwil
14.10.2020

Es gab viel Spannendes zu entdecken

Segnung: Der Pfarrer segnete Reiterinnen, Spaziergänger und Velofahrer. Fotos: ZVG
Hundeparcours: An der Hunde-Militarys musste der Hund seinen Weg durchs Zelt finden.

Segnung: Der Pfarrer segnete Reiterinnen, Spaziergänger und Velofahrer. Fotos: ZVG

Segnung: Der Pfarrer segnete Reiterinnen, Spaziergänger und Velofahrer. Fotos: ZVG
Hundeparcours: An der Hunde-Militarys musste der Hund seinen Weg durchs Zelt finden.

Hundeparcours: An der Hunde-Militarys musste der Hund seinen Weg durchs Zelt finden.

Das Solothurnische Leimental bot letzten Sonntag eine Reihe von Veranstaltungen.

Von: Bea Asper

Hunde wollen beschäftigt sein. Die Hundehalter und ihre Vierbeiner durften sich diesen Sonntag in Bättwil auf einen besonders vielseitigen Spaziergang freuen. Die Organisatoren des zweiten Tünnel-Flitzer Militarys luden zu einem Rundgang mit kniffeligen Aufgaben an neun Posten ein — und dies stiess weit über die Region hinaus auf grossen Anklang. «Wir waren selber erstaunt über die grosse Anzahl Anmeldungen», sagte Organisatorin Sandra Kessler. Dass der Anlass trotz Corona doch noch stattfinden konnte, «verdanken die Teilnehmenden dem in Bättwil anzutreffenden Goodwill.» Dazu zähle, dass die Hundeschule Markstall ihren Trainingsplatz zur Verfügung stellte und die benachbarten Unternehmungen einverstanden waren mit der Benutzung ihrer Parkplätze. «Grosszügig zeigte sich vor allem auch die Tennisanlage bezüglich Toiletten-Angebot und die Gemeinde Bättwil lernten wir als sehr kundenfreundlich kennen.» So freute sich Kessler riesig über die Anlassbewilligung. «Natürlich mussten wir ein entsprechendes Schutzkonzept vorweisen.» Die Gemeinde Bättwil verlangt gemäss Reglement für solche Anlässe je nach Anzahl Personen zwischen 50 und 100 Franken.

Damit kam nun das Solothurnische Leimental in den Genuss eines Hunde-Militarys und nicht die Region Ziefen, wo der Tünnel-Flitzer-Verein beheimatet ist mit seinem Kursangebot. Dieses beinhaltet nebst der Sportdisziplin Agility auch ein Training für den Familienhund. Mit den richtigen Tipps klappt es nicht nur mit dem Abrufen, Sitz und Platz, «sondern man erreicht zusammen ganz Erstaunliches», erzählten die Teilnehmenden des Hunde-Militarys. Zum Beispiel musste der Hund Socken von einer Wäscheleine abnehmen und erwies sich als geschickter Gefährde beim Kegelwerfen und beim Zelten. Ausserdem sollte er Gegenstände mittragen und aus tausend Bällen jenen Behälter aufspüren, in dem etwas versteckt ist. Ein gehorsamer Hund machte seinem Meister zuliebe einen Bogen um fremde Hundenäpfe, in denen sogar Spielzeuge und Futter lockten. Ein Hund soll eben nur zugreifen, wenn Herrchen oder Frauchen ihm das erlauben. Der Blick auf die Punktevergabe verrät allerdings, dass hier bei vielen Teilnehmenden noch Trainingsbedarf besteht. «Mit dem Hunde-Military möchten wir den Menschen das Potenzial der Hunde aufzeigen und sie zum regelmässigen Training motivieren», resümiert Kessler. Belohnt wurde die Teilnahme: Alle verliessen den Platz mit einer grossen Tüte Spielsachen und Fleischgoodelis, und für die Zweibeiner gab es zudem die süsse Spezialität aus dem Laufental, die Richterich Schokoköpfe.

Ökumenischer Feldgottesdienst

An diesem Sonntag erfreuten noch weitere Anlässe im Solothurnischen Leimental die Herzen von Tier und Mensch. Pferdefreundin Jeannette Gall lud zum 28. Mal auf der Höhe zwischen Bättwil und Biel-Benken zum ökumenischen Feldgottesdienst für Reiter, Spaziergänger und Velofahrerinnen. Auch dieser Anlass lockte viele Besucherinnen und Besucher an und beeindruckte mit edlen Pferden und einer Vielfalt von Hunden, die Ruhe ausstrahlten in der ungewohnten Situation. «Es ist, als ob sie die Momente des Gebets und des Gesanges geniessen würden», sagt Gall hocherfreut über den reibungslosen Ablauf des speziellen Gottesdienstes und der Segnung.

Antiquitäten-, Floh- und Buuremarkt

Und dann konnte man am Sonntag in Bättwil in dieser ausserordentlichen Zeit, in der die Corona-Massnahmen hohe Anforderungen an die Organisatoren stellten, wieder einmal in ein buntes Marktgeschehen eintauchen. Nach vielen Absagen lud der beliebte Antiquitäten-, Floh- und Buuremarkt auf dem Areal des Oberstufenzentrums Leimental zum Stöbern und zum Entdecken ein. Auch in diesem Fall war es dem Veranstalter gelungen, die Behörden von Bättwil zu überzeugen, dass die Corona-Schutzmassnahmen eingehalten werden können.

Normalerweise ist der Bättwiler Markt mit fast 100 Händlern aus der ganzen Schweiz ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt und findet rund acht Mal im Jahr statt. Er war im Jahr 2004 von den beiden Organisatoren Hanspeter Ammann und Sergio Wagner ins Leben gerufen worden. Möglicherweise wird es in diesem ausserordentlichen Jahr Anfang November noch eine weitere Auflage des Bättwiler Marktes geben.