Weihnachtsgedanken

Im Pflegeheim hat Rudolfus Burkard einen Weihnachts-brief gefunden. Geschrieben wurde er von Emil Burkard, geboren am 27. Juni 1933. Er schrieb ihn zu Weihnachten 1943 im Alter von zehn Jahren. Vielleicht ein kleiner Denkanstoss in einer Welt voller Unruhe und einem Weihnachten, das oft im Schenkungsrausch untergeht.

Rudolfus Burkard, Unternehmer aus Rodersdorf, ist beim Besuch seines Vaters, Emil Burkard, auf eine alte Kinderzeichnung gestossen und entschied sich, die Gedanken von damals den heutigen Weihnachtswünschen gegenüber zu stellen. «Welche Worte richten die Kinder an das Christchind? Wo fällt ihr Blick hin beim Weihnachtsbaum? Und wie lauten die Antworten der Erwachsenen?», fragt sich Burkard. Seiner Meinung nach sollte man sich an Weihnachten nicht den Kopf darüber zerbrechen, was man Kindern und Enkeln schenken soll, die schon alles haben, sondern wie man von diesen Gedanken wegkomme. Eigentlich sollte es beim Geschenk nicht um den Inhalt, sondern um die Symbolkraft gehen. «Oder man sollte einfach jene Menschen beschenken, die wenig haben — eine wichtige Erfahrung, eine bleibende Erinnerung, die vielleicht mehr bewirkt als man denkt», hält Burkard gegenüber dem Wochenblatt fest. «Worauf freuen sich Kinder so sehr, dass sie den ganzen Tag singen möchten?», ist die Frage, die Burkard thematisiert. Sein Vater habe das Weihnachtsgedicht von 1943 aufbewahrt und — geblieben sei auch das Glänzen in den Augen beim Betrachten des Weihnachtsbaumes. Die nächste Generation habe die Aufgabe, der Erinnerung Sorge zu tragen, ist Burkard überzeugt. Seine Botschaft lautet deswegen: «Man sollte sich an Weihnachten auf das Wesentliche besinnen».

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